Personal

Arbeitsmarkt-Prognose 2011: Weniger als 3 Millionen Arbeitslose

Im laufenden Jahr 2010 rechnet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)  mit 3 Prozent Wachstum. Die anziehende Arbeitskräftenachfrage und ein sinkendes Arbeitskräfteangebot führe zu einem kräftigen Abbau der Arbeitslosigkeit. Die durchschnittliche Arbeitslosigkeit im Jahr 2010 werde deshalb bei 3,24 Millionen liegen. Bereits „zur Jahresmitte 2010 bewegen sich die Arbeitsmarktgrößen ungefähr wieder auf Vorkrisenniveau“, so die Autoren der IAB-Studie.

Der wirtschaftliche Einbruch 2009 hat sich weniger stark auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt als befürchtet. „Zum einen wurde in den krisengeschüttelten Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes weit weniger Beschäftigung abgebaut, als dem Produktionseinbruch entsprochen hätte. Zum anderen wurden die Entlassungen durch einen Beschäftigungsaufbau in den Dienstleistungsbereichen teils kompensiert“, erklären die IAB-Forscher. Flexible Arbeitszeitmodelle und die Kurzarbeit wurden intensiv genutzt. Zudem wirkten eine moderate Lohnentwicklung und die Hartz-Reformen positiv.

Aufgrund der demografischen Entwicklung wird das Arbeitskräfteangebot 2010 um 90.000 und 2011 um 120.000 Personen abnehmen. „Kurzfristig kann der Angebotsrückgang den Arbeitsmarkt entlasten“, schreiben die IAB-Forscher. Bei anziehender Arbeitskräftenachfrage müssten sich die Betriebe allerdings wieder stärker gegen Besetzungsschwierigkeiten wappnen, insbesondere bei sozialen und technischen Berufen.


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