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Imagestudie: Kein Vertrauen in Politiker und Autoverkäufer

Der Umfrage zufolge haben die Befragten das größte Vertrauen in Personen, die im Gesundheitswesen tätig sind. Dazu zählen Ärzte, Apotheker, Krankenschwestern & -pfleger. Außerdem belegen Polizisten und Feuerwehrleute in der DACH-Region bei der Frage nach der Vertrauenswürdigkeit ihrer Profession die fünf Spitzenplätze. Das Vertrauen in Mediziner ist vor allem bei unter 19- und bei über 60-jährigen besonders ausgeprägt. In diesen beiden Altersgruppen geben jeweils über die Hälfte aller von Marketagent.com Befragten an, der Berufsgruppe der Ärzte zu vertrauen (50,2% bzw. 54,2%, insgesamt 41,1%).

Wenig Vertrauen in Politiker

Am anderen Ende der Liste finden sich Politiker und Autoverkäufer und die Makler von Immobilien und Versicherungen. Sie können jeweils nur von deutlich weniger als 2% aller Befragten das Prädikat „vertrauenswürdig“ erwarten. Vor allem in Deutschland und der Schweiz werden Politiker besonders kritisch gesehen und landen jeweils abgeschlagen auf dem letzten Platz. Vielleicht ein kleiner Hoffnungsfunken: In der Altersgruppe der überwiegend noch nicht wahlberechtigten 14-19jährigen ist das Vertrauen zu Politikern ein bisschen größer (5,2%)

Unterschiede zwischen den in der Befragung berücksichtigten Ländern zeigen sich zum einen bei den Bankangestellten: Genießen diese in Österreich immerhin das Vertrauen von 17,7% aller Befragten, sind es in Deutschland nur 9,3% (Schweiz 13,7%). Umgekehrt vertrauen Pfarrern/Priestern in Deutschland 16,4%, in Österreich nur 10,4% (Schweiz 13,9%). Offensichtlich schlagen sich hier die jüngsten Missbrauch-Skandale in der katholischen Kirche nieder.

Auch Moderatoren schneiden bei Älteren schlecht ab

Ein Berufsstand, der länderübergreifend in der jungen Altersgruppe immerhin von 7,6% der Befragten als vertrauenswürdig bezeichnet wird, bei älteren Befragten jedoch nur das Vertrauen von gut einem von 200 Befragten gewinnen kann (0,6%), ist der der Moderatoren. Sicherlich ein Indiz für das unterschiedliche Mediennutzungs- und wahrnehmungsverhalten von Jung und Alt.

Interessanterweise hält in Deutschland ein Viertel aller Befragten keine einzige der 27 vorgeschlagenen Berufsgruppen für besonders vertrauenswürdig, in den beiden südlichen Nachbarländern hat nur weniger als ein Sechstel keinerlei Vertrauen in die Angehörigen der vorgeschlagenen Tätigkeitsfelder.


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