Studie-Jobzufriedenheit

Jeder Sechste muss an Sonn- und Feiertagen arbeiten und ist damit unzufrieden

Strategisch Urlaubswünsche zu erfüllen, kann sich auch langfristig auszahlen, etwa durch eine geringere Fluktuation. Foto: ©ra2studio/Depositphotos.com

Wenn Arbeitnehmer an Feiertagen nicht arbeiten müssen, trägt dies zur allgemeinen Motivation bei. Zu diesen Ergebnissen kommt die repräsentative Studie „Jobzufriedenheit 2017“ der ManpowerGroup, für die 1.018 Bundesbürger im Alter zwischen 18 und 65 Jahren online befragt wurden.

Während in den Supermarkt-Regalen bereits Lebkuchen und andere Weihnachtsprodukte zu sehen sind, ist im Einzelhandel eine Debatte um einen verkaufsoffenen Sonntag an Heiligabend entfacht. So entschloss sich beispielsweise das Handelsunternehmen Aldi, am Heiligabend nicht zu öffnen, obwohl es rechtlich gesehen möglich wäre.

Den Arbeitnehmern kommt das entgegen. Viele planen bereits, wo und wie sie die Feiertage zum Jahresende verbringen. Wenn es nach ihnen geht, ist klar, dass in dieser Zeit das Thema Beruf in den Hintergrund tritt. Auch die Aussicht auf mehr Geld motiviert die meisten nicht dazu, freie Tage in den Dienst des Arbeitgebers zu stellen. Eine deutliche Mehrheit von 92 Prozent zieht es trotz der Möglichkeit, finanzielle Zuschläge zu erhalten, vor, eine Auszeit zu nehmen.

Urlaubsregelungen treffen den Nerv der Beschäftigten

Wenn Unternehmen rund um die Weihnachtstage, zu anderen Brückentagen oder Feiertagen mit großzügigen Regelungen Urlaube möglich machen, treffen sie damit nicht nur den Nerv der meisten Beschäftigten. „Auf Urlaubswünsche einzugehen, ist auch in den Chefetagen angekommen – nur so können sie Schlüsseltalente motivieren und langfristig an ihr Unternehmen binden“, sagt Herwarth Brune, Vorsitzender der
Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland.

Strategisch Urlaubswünsche zu erfüllen, kann sich somit auch langfristig auszahlen, etwa durch eine höhere Mitarbeitermotivation, eine geringere Fluktuation oder eine höhere Attraktivität des Unternehmens. Von ihr profitieren Arbeitgeber gerade dann, wenn sie in Märkten agieren, in denen Fachkräfte rar sind.


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