Kundenbindung erhöhen

Produktpersonalisierung liegt branchenübergreifend voll im Trend

Das Phänomen Produktpersonalisierung: Vorteile

Jirsak

Durch Produktpersonalisierung soll die Kundenbindung erhöht werden. Foto: ©Jirsak/Depositphotos.com

Unternehmen versuchen mit personalisierter Massenware erfolgreich die Kundenbindung zu erhöhen und einen Draht zum Käufer aufzubauen. Das Internet fördert diesen Trend durch Online-Konfiguratoren, die Möglichkeit zur individuellen Gestaltung des Produkts sowie die unkomplizierte Bestellung und Lieferung. Dies ist einfach und bedeutet kaum Mehraufwand für den Kunden.

Das Erfolgsrezept von Personalisierungen fußt aber nicht nur auf praktischen Aspekten. Sich ein individuelles Produkt zusammenzustellen, macht außerdem Spaß. Individuell gestaltete Schuhe von Adidas mit Schriftzug zum Beispiel erhöhen die Vorfreude auf den Einsatz der neuen Fußbekleidung. Es stellt sich zudem das Gefühl ein, etwas Besonderes zu besitzen; und das, obwohl sich ein Schweizer Taschenmesser von Victorinox ausschließlich durch den eingravierten Namen vom üblichen Massenprodukt unterscheidet. Die Individualisierung wirkt demnach auch auf einer emotionalen Ebene. Unternehmen fällt es so leichter, die Konsumenten an sich zu binden und Stammkunden zu gewinnen.

Personalisierung erwirkt einen Preisunterschied

Für Produkte, die sich von der Masse unterscheiden, geben Kunden mehr Geld aus. Sie achten dabei vermehrt auf faire und nachhaltige Herstellung sowie die Qualität. Vor allem bei personalisierten Lebensmitteln zeichnet sich im Vergleich zu Standardwaren aus dem Supermarkt ein höherer Preis ab. Damit der Kunde kauft, müssen entsprechende Konfiguratoren im Internet benutzerfreundlich sein. Touchscreens und Sprachsteuerung können die Bedienung erleichtern. Materialien oder Zutaten müssen genauestens beschrieben und mit aussagekräftigen Bildern unterstützt werden. Aber selbst wenn die Personalisierung das eigentliche Produkt nicht beeinflusst, sind Konsumenten bereit, mehr Geld in die Hand zu nehmen. Eine Creme von Nivea kostet in einer Foto-Dose mehr als doppelt so viel verglichen mit einem Produkt ohne individuelle Verpackung.

Beispiele für Produktpersonalisierung

Die Konsumenten scheinen das Konzept branchenübergreifend anzunehmen. Erfolgschancen haben neben den bekannten Marken, welche die Personalisierung meist als Maßnahme zur Kundenbindung nutzen, auch Startups. Diese etablieren das Konzept oft sogar als Geschäftsmodell.

MyMuesli hat es mit dem Konzept der Produktpersonalisierung weit gebracht. Das einstige Startup beschäftigt inzwischen mehrere Hundert Mitarbeiter. Aus den verschiedensten Zutaten mischen sich die Kunden ihr Müsli nach ihrem eigenen Geschmack. Der Mehrwert ist klar: Ein Frühstück, das genau auf den Konsumenten zugeschnitten ist.

Frisch gebackene Eltern werden häufig mit der Frage nach Geschenken für die Kleinen konfrontiert. Die Antwort darauf kann kompliziert sein, denn sie möchten die Kinder ja nicht mit zu viel Spielzeug und Kuscheltieren überfordern. Dann bieten sich personalisierte Produkte an. Vertbaudet bietet zum Beispiel bestickte Erstlingssets, Schlafsäcke und Strampler an, mit denen man den Eltern eine besondere Freude machen kann. Ein solches Geschenk hebt sich aus der Masse an Babymode ab und schafft eine schöne Erinnerung für die Zukunft.

Bei meinkaffee.de kann der Konsument seinen Kaffee anhand der Sorte sowie dem Mahlgrad auswählen. Eine weitere Möglichkeit zur Personalisierung ist die individuelle Gestaltung der Verpackung. Neben Fotos, Motiven und Sprüchen kann der Kunde darauf auch sein Firmenlogo platzieren. Somit hat er die volle Kontrolle über sein persönliches Produkt und bekommt einzigartige Ware.


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