Online-Marketing

Hilfreiche Tipps für die Gestaltung von Mailings und Newslettern

E-Mail-Marketing wird in rund 25 Prozent aller Unternehmen in Deutschland vernachlässigt. Dabei gibt es hilfreiche Tools, die für messbare Erfolge sorgen. Foto: ©LadyBB/Pixabay.com

Profis unterscheiden in zwei verschiedene Newsletter Arten

Es gibt den regelmäßig verschickten Newsletter, der zum Beispiel an jedem 1. Montag im Monat, alle 14 Tage oder wöchentlich erscheint und es gibt den Newsletter, der zu einem bestimmten Anlass oder produktbezogen rausgeschickt wird.

Damit der E-Mail-Versand zuverlässig und professionell geschieht, ist die passende Software essentiell. Sie sorgt unter anderem dafür, dass der Newsletter auf allen Endgeräten übersichtlich und grafisch sauber dargestellt wird. Zudem lassen sich Nutzerverhaltensdaten generieren, die dazu dienen, die Marketingaktivitäten individuell auf die Zielgruppe zuzuspitzen.

Die Software muss leistungsfähig sein

Mit Blick auf die breit gefächerte Palette der Online-Marketing-Optionen ist eine All-in-One-Plattform grundsätzlich empfehlenswert, weil diese nicht ausschließlich E-Mail-Marketing-Tools bereithält. Zusätzlich helfen Tools für Webinar-Marketing, Landingpages und die Automatisierung von Marketingaktivitäten dabei, die Reichweite zu erhöhen. Unternehmer, die sich mit dem kleinen Bereich E-Mail-Marketing befassen, sollten immer das Große Ganze im Auge behalten und nicht auf eine Insellösung setzen.

Damit der Newsletter als Teil eines durchdachten Marketingplans eine möglichst hohe Conversion-Rate erzeugt, helfen die folgenden Tipps zur Gestaltung:

Tipp 1: Die Betreffzeile muss klar und verständlich formuliert werden

Die Betreffzeile eines Newsletters ist besonders wichtig. Sie muss ohne Bild auskommen, die wichtigsten Vorteile in wenigen Worten vorstellen und aus der Flut der Werbemailings herausstechen. Damit eine Betreffzeile das erreicht, sind folgende Kriterien zu erfüllen

  • In der Betreffzeile steht kurz und knapp, worum es in dem Newsletter geht.
  • Der Leser muss sofort verstehen, was ihm entgeht, wenn er die E-Mail löscht, statt sie zu lesen.
  • Die Betreffzeile sollte 50 Zeichen unterschreiten, weil viele E-Mail Dienste danach die Zeile abschneiden.
  • Die wichtigsten Reizwörter sollten ganz am Anfang stehen, um den Leser zu triggern.
  • In der Betreffzeile sollte konkret formuliert werden, nicht allgemein. Beispiel: „Fantastische Preise für Schuhe“ ist eine pauschale Formulierung, konkret ist „Schuhe für 20 € kaufen“ und spricht Leser ganz direkt an.
  • Kreative Wortspiele nutzen. Beispiel: „Möbeln Sie Ihre Küche auf“ erregt mehr Aufmerksamkeit, als „Neue Möbel für Ihre Küche“ – obwohl es inhaltlich um dasselbe geht.

Tipp 2: Je mehr Bilder, desto weniger Interesse

Es mag überraschen, doch der englischsprachige Report „Science of Email“ aus dem Jahr 2014 zeigt, dass die Klickrate zurückgeht, je mehr Bilder ein Mailing enthält. Zwar deuten die Antworten von befragten Nutzern in die gegenteilige Richtung, doch die die Untersuchung des tatsächlichen Nutzungsverhaltens spricht Bände. Je mehr Bilder ein Mailing enthält, desto weniger Interesse ruft es hervor. Außerdem gilt, große Bilder sind abschreckend, kleine Bilder anziehend. Deshalb gilt in punkto Bildern: weniger ist mehr und kleiner ist besser.

Folgt auf ein Mailing eine vorab definierte Aktion, zum Beispiel der Kauf von Produkten, ist das Ziel erreicht. Foto: ©Mediamodifier/Pixabay.com

Tipp 3: Kurze, knackige Texte sprechen User an

In einem Newsletter neigen Unternehmen dazu, langatmig und ausschweifend Einzelheiten zu verbreiten, doch das wirkt sich negativ auf Klickraten aus. E-Mails, die zwischen 300 und 500 Zeichen beinhalten, erreichen wesentlich mehr Aufmerksamkeit als solche mit langen Texten. Kaum zu glauben, aber bereits die Länge dieses Absatzes umfasst knapp 500 Zeichen. Viel mehr als die paar Zeilen sollte ein gutes Mailing nicht haben, wenn es Aufmerksamkeit erzeugen und den Leser zu Aktionen animieren soll.

Tipp 4: Den Begriff „Newsletter“ vermeiden

Steht in der Betreffzeile der Begriff Newsletter, klicken ihn viele Empfänger weg. Kommt der Begriff zudem im Text des Mailings vor, sinkt die Aufmerksamkeit ebenfalls. Der oben genannte Report erklärt das Nutzerverhalten damit, dass die Empfänger davon ausgehen, dass der Newsletter nur deshalb verschickt wird, weil es wieder Zeit dafür ist – und nicht, weil es interessante News gibt.

Tipp 5: Den Absendernamen mit Bedacht wählen

Der Absender des Mailings sollte persönlich sein und aus 2 Begriffen bestehen. Ideal ist zum Beispiel der Vor- und Nachname des Absenders. Handelt es sich um eine Firma, ist ein bisschen Kreativität gefragt. Hier könnte zum Beispiel als Absender „Meyers Mailing“, „Infopost Steuern“, „Ratgeber Recht“ oder ähnliches stehen.

Tipp 6: Optimale Darstellung wählen

Wie eingangs bereits erwähnt, ist die Verwendung professioneller Mailings Software essenziell. Damit gelingt es, ein Mailing bzw. einen Newsletter so aufzubereiten, dass er auf dem Smartphone, auf dem Tablett und am PC jeweils optimal angezeigt wird. Je älter die Zielgruppe eines Mailings ist, desto wichtiger wird dieser Punkt. In der Altersgruppe zwischen 30 und 44 nutzen wesentlich mehr ein Tablet zum Lesen von Newslettern, als in der Gruppe der bis 29-jährigen. Das sollten Unternehmen berücksichtigen.

Das Nutzungsverhalten unterscheidet sich nach der Zielgruppe

Abgesehen von den formalen Anforderungen, die einen Newsletter oder ein Mailing erfolgreich machen, ist ihr Zuschnitt auf die Zielgruppe von zentraler Bedeutung. Dabei dürfen Unternehmen nicht vergessen, dass viele Nutzer ein zweites E-Mail Account haben, das alleine für kommerzielle Angebote eingerichtet wird. Frauen richten ein solches Postfach zwar seltener ein als Männer, doch unterm Strich haben Firmen, die Frauen ansprechen, höherer Erfolgsquoten in Sachen Mailing.

Wer keinen eigenen Account für Werbung hat, der nutzt in vielen Fällen einen Werbefilter. Je jünger die Zielgruppe, desto stärker ist der Einsatz von Filtern, der die Werbemailings direkt in den Papierkorb befördert. Doch auch Nutzer 60+ setzen Werbefilter ein. Fast 50 % sorgen so dafür, dass der Posteingang übersichtlich bleibt.

Fazit: Mailings müssen maßgeschneidert sein, erreichen dennoch nicht immer ihr Ziel

Um Erfolg mit einem Newsletter zu haben, ist es wichtig, die Zielgruppe zu kennen. Aufgrund des Nutzerverhaltens geschieht es dennoch, dass Mailings ungelesen im digitalen Papierkorb landen. Unternehmer sollten eine professionelle Software nutzen, um den Erfolg ihrer Aktivitäten zu messen und, um ihre Mailings Zug um Zug an das Nutzerverhalten der Zielgruppe anzupassen. Dann lässt sich Schritt für Schritt mehr Aufmerksamkeit erzeugen. Mit etwas Geduld gelingt es, bestehende Kunden zu aktivieren und langfristig manuell oder mit E-Mail-Automation mehr Umsatz zu generieren.

Bildquelle/Thumbnail: ©kchungtw/Depositphotos.com

 


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