Wirtschaft & Politik

IWF befürchtet Währungskrieg

„Es breitet sich ganz deutlich die Idee aus, dass Währungen als politisches Druckmittel genutzt werden können“, sagte Strauss-Kahn am Mittwoch der „Financial Times“. So seien die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft angesichts der derzeitigen Wechselkursstreitigkeiten zwischen China und den USA sowie der Versuchen weiterer Staaten, die Aufwertung ihrer Währung zu verhindern, nicht abzuschätzen. Langfristig seien daher große Schäden zu befürchten, so Strauss-Kahn.

Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) könnte der Währungsstreit auch für Deutschland gefährlich werden. „Ein Handelskrieg zwischen beiden Ländern würde einen herben Rückschlag für die Konjunktur bedeuten“, so das DIW. Im schlimmsten Falle drohe Deutschland wegen der schnell steigenden Importe eine Schuldenfalle im China-Handel, heißt es.

Gleichzeitig senkte der IWF seine Prognosen für das Welt-Wirtschaftswachstum. Aktuell sehen die Konjunkturforscher nur noch ein Wachstum von 4,2 Prozent im Jahr 2010 (zuvor: 4,3 Prozent).

Quelle: BoerseGo


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