Wirtschaft & Politik

Studie: Angst vor ausländischen Investoren unberechtigt

„Die Übernahme eines Unternehmens durch einen ausländischen Investor ist in der Regel nicht mit einem drastischen Beschäftigungsabbau verbunden“, sagte Autor Anselm Mattes. Die Studie zeige auch, dass Betriebe in Auslandseigentum überdurchschnittlich produktiv und exportorientiert seien. Die Politik solle deshalb keine zusätzlichen Hürden für ausländische Investoren aufbauen. Mit etwa drei Prozent befindet sich nur ein sehr kleiner Teil der Betriebe in Deutschland in ausländischem Eigentum. Diese Unternehmen beschäftigen sieben Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland. Sie sind nicht nur mehr als doppelt so groß wie inländische Betriebe, sondern auch produktiver und exportorientierter als der Durchschnitt der Betriebe.

Deutsche Unternehmen mit guter Marktstellung bevorzugt

Das DIW hat untersucht, welche Eigenschaften ein Betrieb haben muss, um für einen ausländischen Investor interessant zu sein. „Es zeigte sich, dass – aus unterschiedlichen Motiven – sowohl Betriebe mit einer eher niedrigen als auch solche mit einer überdurchschnittlichen Produktivität relativ häufig Ziel von Übernahmen werden“, sagt Mattes. Deutsche Unternehmen, die eine gute Marktstellung in Deutschland haben oder sehr exportstark sind, werden gerne übernommen, weil sie dem ausländischen Investor den deutschen Absatzmarkt erschließen. Unternehmen mit einer niedrigen Produktivität bieten wiederum die Möglichkeit der Produktivitätssteigerung. Dagegen werden Betriebe mit einer durchschnittlichen Produktivität relativ selten übernommen.

(Quelle: BoerseGo)


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