Mehr Beschwerden

Unerlaubte Telefonwerbung nimmt wieder drastisch zu

Konsumenten ohne deren ausdrückliche vorherige Einwilligung zu Werbezwecken anzurufen, ist gesetzlich verboten und wird von der Bundesnetzagentur mit Geldstrafen geahndet. Foto: ©vadimphoto1@gmail.com/Depositphotos.com

Das ist fast eine Verdoppelung gegenüber 2016, als es im gesamten Jahr 29.298 Beschwerden gab. Auch in den Jahren 2014 und 2015 lag die Zahl der Beschwerden jeweils bei etwa 25.000. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Oliver Krischer, sagte der Zeitung, die Entwicklung zeige, „dass die Bundesregierung das Problem nicht in den Griff bekommt“. Krischer forderte eine Gesetzesverschärfung: Verträge aus unerlaubten Anrufen sollten von den Kunden immer zusätzlich schriftlich bestätigt werden müssen.

„Das dürfe die Zahl der Vertragsabschlüsse einbrechen lassen und damit auch das Abzockmodell unattraktiv machen“. Zudem bemängelte Krischer, dass die Bußgelder zu niedrig seien. Werbeanrufe sind ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung der Angerufenen seit 2009 grundsätzlich verboten.

Unerlaubtes Telefonmarketing kann für Unternehmen teuer werden. Bei Verstößen gegen das Verbot der unerlaubten Telefonwerbung kann die Bundesnetzagentur Bußgelder von bis zu 300.000 Euro verhängen. Eine Rufnummernunterdrückung bei Werbeanrufen kann mit Bußgeldern bis zu 10.000 Euro geahndet werden. (dts)

 


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