Wirtschaft & Politik

Hohe Sicherheitsbedenken, doch Datensicherheit nicht an erster Stelle

Neben dem Datenklau haben 80 Prozent der Befragten Bedenken, dass ihre Kreditkartendetails missbraucht werden (55 Prozent haben hier hohe Bedenken). Der Security Index von Unisys ist eine Umfrage zu Sicherheitsbedenken in den Bereichen nationale, finanzielle, Internet und pers├Ânlicher Sicherheit. Seit der letzten Erhebung im April 2010 ist der Gesamtindex in Deutschland nicht signifikant um einen Punkt auf 150 gefallen. Damit haben die Deutschen auf der Skala insgesamt hohe Sicherheitsbedenken. Im Vergleich lag der Index im Herbst 2007, im Fr├╝hjahr 2008, im Herbst 2008 und im Fr├╝hjahr 2009 jeweils h├Âher bei etwa 160 Punkten.

Kritische Einstellung zum Online-Banking

Die Vorsicht der Befragten beim Online-Shopping und Online-Banking wird im Security Index besonders offensichtlich: 81 Prozent der Befragten gaben an, kein Online-Shopping oder -Banking zu betreiben, au├čer der Anbieter genie├čt ihr volles Vertrauen. 44 Prozent lehnen Online-Shopping und -Banking aufgrund von Sicherheitsbedenken generell ab.

Wer dennoch im Internet Gesch├Ąfte macht, ist teilweise vorsichtig und hinterfragt die Anbieter: 15 Prozent der Befragten haben schon einmal einen Anbieter oder die Online-Bank gewechselt, weil sie Sicherheitsbedenken hatten; 13 Prozent haben schon einmal dar├╝ber nachgedacht, dies zu tun.

„Die Sicherheitsbedenken beim Online-Banking und -Shopping sind nicht verwunderlich. Schlie├člich stehen Skimming-Versuche an Bankautomaten und EC-Karten-Betr├╝gereien immer wieder auf der Tagesordnung. Online-Shops und -Banken sollten dies sehr ernst nehmen. Sie m├╝ssen sich und ihre Kunden immer wieder mit neuen Sicherheitsma├čnahmen gegen die ausgekl├╝gelten Tricks der Betr├╝ger absichern.“, kommentiert Dietrich Schmitt, Gesch├Ąftsf├╝hrer der Unisys Deutschland GmbH und Leader Global Industries in Central Europe. „Als Endverbraucher sollte man sich vergewissern, dass der Anbieter der Wahl ├╝ber entsprechende Sicherheitsmechanismen verf├╝gt.“

Trotz hoher Sicherheitsbedenken – pers├Ânlicher Einsatz f├╝r die eigene Sicherheit ist beschr├Ąnkt

Obwohl die Ergebnisse des Security Index zeigen, dass sich die Deutschen gro├če Sorgen um ihre Daten machen, sind die pers├Ânlichen Anstrengungen f├╝r die Datensicherheit nicht besonders gro├č – insbesondere sobald sie mit eigenem Aufwand verbunden sind: Nur 37 Prozent der Befragten des Security Index nutzen bzw. ├Ąndern regelm├Ą├čig komplexe, schwer zu knackende Passw├Ârter, lediglich 41 Prozent lesen regelm├Ą├čig Datenschutzrichtlinien und nur 35 Prozent nutzen oder aktualisieren regelm├Ą├čig die Passw├Ârter ihrer mobilen Endger├Ąte. 20 Prozent der Deutschen aktualisieren das Passwort ihrer mobilen Endger├Ąte nie. 18 Prozent nutzen keine Internet Passw├Ârter oder ├Ąndern diese nie.

Sicherheitsma├čnahmen, die automatisiert im Hintergrund ablaufen und kein regelm├Ą├čiges eigenes Engagement erfordern, werden hingegen von einer breiteren Masse an Anwendern unterst├╝tzt: So aktualisieren 81 Prozent der Deutschen regelm├Ą├čig ihre Anti-Viren-Software auf dem PC, 71 Prozent limitieren den Zugang zu ihren pers├Ânlichen Daten in sozialen Netzwerken im Internet.


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