Attacken auf Tauschbörsen

Sicherheitsfirmen warnen: Nordkorea greift Kryptowährungen an

ulchik74

Nordkorea greift Kryptowährungen an: Hintergrund sind die zahlreiche Attacken auf Tauschbörsen. Foto: ©ulchik74/Depositphotos.com

Dies schreibt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ über die Angriffe auf die Kryptowährungen. Hintergrund sind zahlreiche Attacken auf Tauschbörsen, an denen digitale Zahlungsmittel wie Bitcoins gehandelt werden, sowie Betrugs-E-Mails an Spekulanten.

Der Chefanalyst der IT-Sicherheitsfirma Kaspersky für den asiatischen Raum, Vitali Kamluk, sagte der F.A.Z.: „Wir sind überzeugt, dass Lazarus und andere kriminelle Gruppen nach dem schnellen Preisanstieg von Digitalwährungen eine offene Jagd gegen beteiligte Unternehmen auf der ganzen Welt beginnen werden.“ Benjamin Read, Direktor des Cyberspionage-Teams des US-Unternehmens Fire-Eye, äußerte gegenüber der F.A.Z.: „In den vergangenen neun Monaten lag der Schwerpunkt von Lazarus darauf, Kryptowährungen anzugreifen, besonders Handelsplätze für solche Währungen.“ Der oberste Risikoforscher bei Symantec, Candid Wüest, ergänzte, Lazarus habe in der Vergangenheit bei Attacken auf Banken Millionenbeiträge erbeutet.

Es sei nur folgerichtig, dass es die Hackergruppe nun auch auf Kryptowährungen abgesehen habe, sagte er der F.A.Z. Das FBI beschuldigt Lazarus, hinter dem Hack auf die Firma Sony im Jahr 2014 zu stehen. Im Dezember 2017 machte der US-Heimatschutzberater Thomas Bossert Nordkorea unmittelbar verantwortlich für die Angriffe mit dem Computerwurm Wannacry. Das Regime in Pjöngjang sucht möglicherweise nach zusätzlichen Einnahmequellen, seit die internationalen Sanktionen gegen Nordkorea nach Atomwaffentests zuletzt verschärft worden sind.

Der frühere Leiter des britischen Geheimdiensts GCHQ Robert Hannigan schätzt, dass Nordkorea mit illegalen Hacks bis zu einer Milliarde Dollar im Jahr einnehmen könnte. (dts)

 


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