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Die wichtigsten Faktoren bei der Auswahl eines Cloud-Servers

Neben Datensicherheit sollte die Cloud auch Benutzerfreundlichkeit bieten. Bildrechte: Flickr server-racks-clouds Kin Lane CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Die Studie mit dem Titel „Deutscher Mittelstand auf Wolke 7?“ hat folgende Kriterien herausgearbeitet, die aus Nutzersicht die wichtigsten Anforderungen darstellen:

  1. Stabile Performance
  2. Datensicherheit
  3. Benutzerfreundlichkeit
  4. Guter Support
  5. Niedrige Nutzungskosten

Leistung und Skalierbarkeit

Wer einen Cloud-Server bucht, zahlt immer nur für die tatsächlich benötigte Leistung. Steigt oder sinkt der Bedarf, lässt sich der gebuchte Service schnell anpassen. Eigene Hardware wird dafür nicht benötigt: Das Hosting wird an einen externen Service ausgelagert, das Unternehmen wird dadurch unabhängiger von einer eigenen Hardware-Infrastruktur. Zudem vereinfacht die Nutzung eines Cloud-Servers flexibles und mobiles Arbeiten. Bei der Entscheidung für einen Cloud-Server ist der Leistungsumfang daher nicht vordefiniert. Unternehmen sollten bei der Wahl des Anbieters darauf achten, wie hoch die maximale Leistungsfähigkeit des bzw. der gebuchten Server ist.

Viele Unternehmen, die einen Cloud-Server nutzen, nehmen vor allem die horizontale Skalierung in Anspruch, das heißt die Erhöhung der Leistung ihres virtuellen Servers. Doch sind auch Szenarien denkbar, beispielsweise für Datenbanken, wo die Buchung weiterer Server sinnvoller ist: Dies ist die sogenannte horizontale Skalierung. Wer diese Variante benötigt, sollte darauf achten, dass der gewählte Anbieter beide Varianten unterstützt. Darüber hinaus spielt, wenn es um die Performance eines Anbieters geht, die Stabilität eine wichtige Rolle, das bedeutet die ständige Verfügbarkeit der gespeicherten Daten. Der Anbieter sollte unbedingt eine sehr hohe Verfügbarkeit gewährleisten, damit Ausfälle so weit wie möglich ausgeschlossen werden können.

Datenschutz und Sicherheit

Ein Thema, das in vielen Unternehmen bezüglich der Cloud-Nutzung für Verunsicherung sorgt, ist die Datensicherheit. Wird der Cloud-Server jedoch bei einem Anbieter gebucht, der seine Rechenzentren in Deutschland betreibt, wie es ProfitBricks tut, können Unternehmen sichergehen, dass die dort gespeicherten Daten dem deutschen Bundesdatenschutzgesetz unterliegen. Auf diese Weise lässt sich unter anderem sicherstellen, dass personenbezogene Daten nicht in andere Länder übermittelt werden. Das Datenschutzgesetz beruht auf Richtlinien der EU, es wurde 2016 aktualisiert, um die EU-Datenschutzgrundverordnung zu berücksichtigen.

Zudem sollten die Daten in den Rechenzentren durch diverse virtuelle und physische Sicherheitsvorkehrungen umfänglich vor Fremdzugriff und Server-Ausfällen geschützt sein – erforderliche Maßnahmen hierfür sind beispielsweise die Serverüberwachung sowie die Mehrfachspeicherung der Daten auf unterschiedlicher Hardware.

Benutzerfreundlichkeit und Support

Nicht zuletzt sollte die Cloud bedienerfreundlich sein. Somit können Geschäftsführer sicherstellen, dass die Mitarbeiter das Outsourcing bestimmter IT-Leistungen akzeptieren – ein Umstand, der für viele Unternehmen nach wie vor eine Herausforderung darstellt. Ist die Umstellung von physischer Hardware zur Cloud-Nutzung sehr groß, sinkt gegebenenfalls ihre Akzeptanz. Es sollte daher unbedingt eine leicht verständliche grafische Nutzeroberfläche vorhanden sein. Verhält sich der Cloud-Speicher genauso wie die bisher genutzte Hardware, macht dies die Transformation effizienter und erleichtert den Mitarbeitern die Einarbeitung.

Hinzu kommt, dass die Nutzer von einem Cloud-Anbieter zunehmend umfassenden Support erwarten, wie die Ergebnisse der oben genannten Studie zeigen. Es schmälert die Performance eines Anbieters erheblich, wenn der Kundenservice bei Problemen nicht erreichbar ist. „Hilfe rund um die Uhr sollte eigentlich selbstverständlich sein, ist es aber keinesfalls: Einige Hosting-Provider bieten keinen 24/7-Support an oder verlangen für Hilfe außerhalb der Geschäftszeiten hohe Gebühren„,erklärt Sven Hähle von t3n. Ein guter Cloud-Anbieter zeichnet sich hingegen dadurch aus, dass er rund um die Uhr kompetente Beratung zur Verfügung stellt.

Transparente Preispolitik für skalierbare Kosten

Zu den wichtigen Aspekten gehören natürlich auch die Kosten, denn die Nutzung eines Cloud-Speichers soll möglichst große Einsparungen gegenüber anderen Speicherlösungen bewirken. Wichtig ist deshalb eine transparente Preisstruktur, mit der sich die zu erwartenden Kosten schnell und präzise berechnen lassen. Preis-Leistungs-Garantien ermöglichen den Vergleich verschiedener Anbieter.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bei der Entscheidung für eine Cloud mehrere Faktoren relevant sind. Um eine Cloud in guter Qualität zu erhalten, sollten Entscheider deshalb auf die genannten Aspekte Sicherheit, Leistung, Kosten, Support und Benutzerfreundlichkeit achten.


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