Wirtschaft & Politik

Börsen-Parketthandel in Frankfurt wird 2011 vermutlich abgeschafft

Die Nürnberger Bid&Ask Financial Services GmbH, die sich als einzige zuletzt noch gegen ein Vorziehen der Parkettreform gesträubt hat, ist dem Vernehmen nach nun auch dabei. Die Deutsche Börse habe für nächsten Donnerstag zu einer außerordentlichen Börsenratssitzung geladen, auf der das Vorziehen der Reform beschlossen werden soll.

Damit könnte schon im Frühjahr 2011 statt wie bisher geplant im März 2012 der Parketthandel in seiner bisherigen Form abgeschafft werden. Die Kursfeststellung ginge dann von den Maklern auf das elektronische Handelssystem Xetra über, auf dem dann künftig alle Wertpapiere in Frankfurt gehandelt werden.

Die Makler würden dann jedoch nicht überflüssig, sondern blieben der Börse in neuer Funktion erhalten. Sie werden dann als Spezialisten bezeichnet und unterstützen den Computerhandel. „In wenig liquiden Wertpapieren ist der Mensch im Handelsgeschehen unverzichtbar“, sagt Frank Gerstenschläger, der als Kassamarktvorstand der Deutschen Börse auch für den Parketthandel zuständig ist zur FAZ und ergänzt: „Seine Erfahrungswerte können einem Computer nicht beigebracht werden.“ In rund 90 Prozent der Aktien käme ein Handel ohne menschliches Zutun allenfalls zu absurden Preisen zustande.

(BörseGo)


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