Wirtschaft & Politik

Insolvenzverfahren für Banken im Euroraum notwendig

Die europäischen Kredite an Irland sind nach Einschätzung von Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), „unvermeidlich, um ein Überspringen der Krise im Euroraum auf andere Mitgliedsländer zu verhindern“. Außerdem solle ein grenzüberschreitendes Insolvenzverfahren für Banken eingerichtet werden. Mit der Inanspruchnahme des Rettungsschirmes müsse Irland jedoch seine Ausgaben und Einnahmen auf den Prüfstand stellen, sagte Driftmann der „Frankfurter Rundschau“. Damit das Vertrauen in die Zukunft des Euros nicht verspielt werde, dürfe es dabei „keine Tabus geben“.

Das Beispiel Irland zeige, dass die Bankenkrise in Europa noch längst nicht ausgestanden sei. „Um den Euroraum vor weiteren Erschütterungen zu schützen, muss schleunigst ein grenzüberschreitendes Insolvenzverfahren für Banken installiert werden“, forderte der DIHK-Präsident. Dadurch könnten Finanzinstitute künftig geordnet geschlossen werden, ohne gleich den gesamten Finanzmarkt ins Wanken zu bringen.

Das allein reiche aber nicht aus: Eine funktionierende europäische Insolvenzordnung für Mitgliedstaaten sei überfällig und müsse in den EU-Verträgen verankert werden. Auch Staaten müssten insolvent gehen können.


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