Unternehmergeist in Deutschland

So stellen sich Gründer ihr Wunschunternehmen vor

Lediglich jeder fünfte Deutsche würde es vorziehen, mit den Kunden auf digitaler Basis zu interagieren (20%). Befragt nach den weiteren Rahmendaten ihres Wunschunternehmens, ergibt sich ein recht klares Bild: es sollte eher gewinnorientiert (68%) statt sozial orientiert sein (32%), Dienstleistungen (58%) statt Produkte (42%) an Kunden verkaufen und in der Stadt (65%) liegen. Ein Unternehmen auf dem Land ist immerhin für jeden dritten Deutschen eine Option (35%). Die Befragten sind unentschlossen, ob sie das Unternehmen lieber alleine oder mit Angestellten führen würden (beides 50%).

Die achte Auflage des Amway Global Entrepreneurship Report (AGER) fokussiert sich auf intrinsische und extrinsische Faktoren, die die Entscheidung einer Unternehmensgründung beeinflussen.

„Die Studie zeigt, wie die Menschen über die Bedingungen für Unternehmertum in ihrem Land denken, wie gut sie sich auf die Gründung eines Unternehmens vorbereitet fühlen und wo sie am meisten Unterstützung brauchen“, sagt Prof. Dr. Isabell M. Welpe, Leiterin des wissenschaftlichen Beirats der Studie. „Die Ergebnisse zeigen, dass Maßnahmen erforderlich sind, um neue Unternehmer zu unterstützen und den Unternehmergeist zu fördern. Es wird sicherlich eine Weile dauern, bis die Maßnahmen ihre Wirkung zeigen, aber es ist besser, jetzt zu beginnen als nie.“

Demografischen Faktoren prägen Persönlichkeitsmerkmale der Gründer

Der Index ist von demografischen Faktoren geprägt: Frauen (25 Punkte) zeigen in Deutschland eine deutlich niedrigere Punktzahl als Männer (36 Punkte). Frauen haben unter anderem weniger Vertrauen in eigene Fähigkeiten (22%) und einen geringeren Wunsch nach einer Selbstständigkeit (18%) als Männer (Vertrauen: 36%; Wunsch: 29%).

Quelle: „obs/Amway GmbH“

Deutsche Gründungsskepsis in vielen Bereichen

Das geringe Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten betrifft dabei gleich mehrere Bereiche, die für Gründer relevant sind: Nur 36% der Deutschen glauben, sie könnten eine Geschäftsidee entwickeln, 21% sehen sich in der Lage, Geschäftskapital zu erwerben, 19% würden das Risiko des Scheiterns eingehen. Ein Drittel der Deutschen wäre bereit, Freizeit für das Unternehmen zu opfern (33%). Fast jeder zweite Deutsche glaubt, dass ihn seine Familie und Freunde bei seinem Vorhaben unterstützen würden (45%).

Auf die Frage, was bei der Gründung eines Unternehmens am hilfreichsten wäre, ergibt sich ein klares Bild: Unterstützung bei Administration (29%) und bei der Suche finanzieller Mittel (23%) sind am stärksten gefragt.

Foto/Thumbnail: © Sepy/Depositphotos.com


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