Unternehmensführung

Anschaffung von Maschinen – was Unternehmer beachten sollten

Die Investition in neue Maschinen ist stets ein Unterfangen, welches in Unternehmen gut geplant werden sollte. Foto: @Jarmoluk/Pixabay.com

Die Anschaffung von neuen Anlagen ist teils von Fragen und Hürden gekennzeichnet. Auf was Unternehmer achten sollten und welche Möglichkeiten bestehen, zeigt dieser Artikel.

Technologie heißt Vorsprung

Produktionsanlagen sind im Regelfall eine Anschaffung, die über viele Jahre genutzt wird. Die Maschinen werden nicht nach kurzer Zeit ausgetauscht, sondern müssen ihren Anschaffungspreis erst einmal einspielen und dann natürlich Gewinn erwirtschaften. Unternehmen, die bislang noch auf die alte Technik setzen oder Betriebe, die sich gerade erst im Aufbau befinden, können durch die neue Anlagentechnologie deutliche Vorteile erhalten:

  • Energie – auch im Bereich der Produktionsmaschinen spielt die Energieeffizienz eine immer größere Rolle. Moderne Anlagen verbrauchen oft weniger Strom oder andere Treibstoffe, was natürlich dazu führt, dass das Unternehmen unter dem Strich spart.
  • Effizienz – neue Technologien sind auf eine höhere Effizienz ausgelegt. Die Anlagen arbeiten schneller, feiner und teils unabhängiger. Unternehmen können so höhere Stückzahlen produzieren und ihren Gewinn steigern.
  • Präziser – die meisten Produktionsanlagen werden heute computergesteuert. Das erlaubt eine präzisere Fertigung der einzelnen Stücke und verringert die Menge ungenutzten Materials.

Die Technologie ermöglicht es zudem, speziell auf die Bedürfnisse einzelner Betriebe einzugehen und einzelne Techniken umzusetzen. Einige Beispiele:

  • Dosieranlagentechnik – die Dosiertechnik kommt in diversen Bereichen der Industrie zum Einsatz. Die Anlagen werden anhand der Anforderungen des einzelnen Unternehmens gefertigt und ermöglichen es, das Material komplett ohne Unterbrechung zum jeweiligen Bauteil zu befördern. Die Anlagen dosieren Gießharze, unterstützen beim Vergießen von Elektronikbauteilen, der Herstellung von Filtern oder Sensoren. Es gibt viele Dosieranlagen Hersteller, die sich durch Innovationen hervortun.
  • Plasmatechnologie – Plasmasysteme werden mitunter dazu genutzt, um Oberflächen so vorzubereiten, dass sie haftungsbereit sind. Anlagen dieser Technologie werden in der Automobilindustrie, in der Elektronik, aber auch im Bereich der Verpackungsindustrie genutzt.
  • Automation – dieser Bereich ist vollständig von Technologie geprägt. Die Automation übernimmt einen Teil der Produktion und die Anlagen arbeiten praktisch, nachdem sie installiert und programmiert wurden, selbstständig. Rein automatische Anlagen eignen sich nicht allein zur Effizienzsteigerung, sie sind auch in Bereichen sinnvoll, die ein erhöhtes Gefahrenpotenzial für Mitarbeiter bieten.

Generell können Unternehmen, die auf moderne Maschinen zurückgreifen, den Output der Produktion steigern und dabei die Kosten senken. Allerdings bedeuten computergesteuerte Anlagen auch, dass sich Unternehmen um die Weiterbildung und Einstellung einzelner Fachkräfte bemühen, da jede Anlage nur so viel Leistung bringt, wie der Anlagentechniker programmieren kann.

Die Anschaffungskosten

Spezielle Produktionsanlagen und Maschinen haben ihren Preis. Das weiß jeder Betrieb und die Anschaffung stellt grundsätzlich eine Investition dar – für den Betrieb und in die Zukunft. Aber gibt es Möglichkeiten, die Kosten zu senken? Ja:

  • Angebote – Unternehmer sollten unbedingt Angebote verschiedener Unternehmen einholen und prüfen, welche Konditionen mit dem jeweiligen Angebot verbunden sind. Hier gilt nicht allein der Preis, auch die Möglichkeiten zur Bezahlung, der Service und natürlich die Lieferzeit sind entscheidend.
  • Leasing – viele Anlagen brauchen nicht unbedingt gekauft werden, sondern können geleast oder gemietet werden. Unternehmer müssen hier natürlich ebenfalls die Konditionen genau prüfen, damit keine Fallstricke übersehen werden.
  • Gebrauchte Anlagen – bei den neuesten Technologien ist das selten möglich, doch bei älteren Maschinen, die sich in den letzten Jahren kaum weiterentwickelt haben, ist das ein guter Weg. Es gibt etliche Stellen für gebrauchte und generalüberholte Maschinen, die wesentlich günstiger verkauft werden, als neue Modelle.
  • Versteigerung – dieser Weg funktioniert auch überwiegend für Anlagentechnologien, die in den letzten Jahren keine großen Sprünge gemacht haben. Meldet ein Unternehmen Konkurs an, werden die vorhandenen Maschinen oft versteigert. Hier können Betriebe viel Geld sparen. Gerade im Baubereich werden Maschinen auf diesem Wege gerne angeschafft.

Die Finanzierung planen

Wer sich für neue Maschinen, ein Angebot oder einen Weg zum Kauf entschieden hat, muss sich um die Finanzierung kümmern. Die wenigsten Betriebe können sich rein aus dem vorhandenen Budget neu ausstatten, sondern müssen die Maschinen vorfinanzieren. Die Finanzierung muss natürlich auf den Betrieb angepasst sein und den Betrieb auch in Zukunft absichern. Wieder gibt es Möglichkeiten, um den Aufwand zu reduzieren:

  • Förderungen – Maschinen zählen in den Bereich der Sachanlageninvestition und werden zum Teil gefördert. Unternehmen können mitunter einen günstigen Kredit erhalten, der die Umstellung auf neue Technologien fördert.
  • Investitionskredite – für den Kauf von Anlagen und Maschinen können Unternehmen spezielle Investitionskredite aufnehmen. Da die Anlagen eine eindeutige betriebliche Investition darstellen, ist dies in der Regel kein Problem.
  • Bankkredite – auch der Vergleich normaler Unternehmenskredite ist sinnvoll. Grundsätzlich sollte bei der Finanzierung immer so vorgegangen werden, dass die Möglichkeiten gegenübergestellt und miteinander verglichen werden, um ein gutes Angebot herauszufiltern.

Wer sich für das Leasing oder die Anmietung von Anlagen entscheidet, umgeht natürlich die hohen Anschaffungskosten. Dafür ist die Leasingrate oft hoch und der Vertrag kann Tücken haben:

  • Nebenkosten – Maschinen müssen gewartet, repariert und versichert werden. Der Leasingvertrag entscheidet, wer dies ist.
  • Haftung – wer haftet bei einem Totalschaden der Maschine?
  • Eigentümer – gewöhnlicherweise ist der Leasinggeber der Eigentümer der Maschine, während der Unternehmer nur der Besitzer ist. Bei manchen Verträgen geht das Eigentum für die Dauer des Vertrags auf den Unternehmer über. In diesem Fall können die Maschinen abgeschrieben werden, die Leasingrate selbst lässt sich aber nicht mehr steuerlich absetzen.

Technisch moderne Maschinen können kostentechnisch auf Dauer die bessere Lösung darstellen. Foto: @Jarmoluk/Pixabay.com

Fazit – eine gut überlegte Anschaffung

Jeder Unternehmer, der neue oder weitere Maschinen und Anlagen anschaffen möchte, muss sich diese Investition gut überlegen, damit sie sich später auch als Investition herausstellt. Die Umstellung alter Anlagen auf neue Technologien hat für Betriebe jedoch – abgesehen von den Finanzierungsproblemen – stets Vorteile, da der Output steigt und die Anlagen effizienter arbeiten. Für die Finanzierung gibt es diverse Optionen und mit etwas Glück können Unternehmer zusätzlich einen Förderkredit erhalten.


Auch auf Onpulson

Mehr zum Thema

0Kommentare

Es wurde bisher noch kein Kommentar verfasst. Starten Sie die Diskussion!