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Deutsche Industrie verliert an Schwung

Damit zeigt der Trend bei den Aufträgen weiter nach oben, der Aufschwung hat im Vergleich zu der ersten Jahreshälfte allerdings deutlich an Schwung verloren. Zumindest auf den ersten Blick haben die Auftragseingänge für den September enttäuscht. Denn mit einem Plus von 1,6% gegenüber Vormonat (Prognose Commerzbank: +3,0%, Konsens: 1,9%) konnten sie das deutliche Minus von 4,0% im Vormonat bei weitem nicht wettmachen. Allerdings ist dies auf den neuerlichen Rückgang der Bestellungen im Bereich „sonstigen Fahrzeugbau“ (unter anderem Flugzeuge) zurückzuführen. Rechnet man diese sehr volatile Größe heraus, um den zugrundeliegenden Trend zu erhalten, sind die Orders im Oktober um 2,0% gestiegen und haben damit das Minus im September wieder ausgeglichen.

Geringere Dynamik bei Aufträgen

Damit zeigt der Trend bei den Aufträgen immer noch leicht nach oben, die Dynamik ist aber deutlich geringer als in der ersten Hälfte dieses Jahres. Darum dürfte auch die Industrieproduktion in den kommenden Monaten deutlich langsamer zulegen. Der von uns auf der Basis der Auftragseingänge der vergangenen Monate berechnete Trend für die Produktion zeigt derzeit nur noch leicht nach oben.

Ist das nun das Ende des Aufschwungs? Wir halten dies für sehr unwahrscheinlich. Denn die Frühindikatoren sind zuletzt gestiegen, und sowohl das Ifo-Gerschäftsklima als auch der Einkaufsmanagerindex für die Industrie befinden sich auf einem sehr hohen Niveau. Darum gehen wir davon aus, dass in den kommenden Monaten bei den Auftragseingängen wieder stärkere Zuwächse zu verzeichnen sein werden als in den vergangenen Monaten.

(BörseGo)


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