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Kollegen und ihre Charaktere: Welche Kollegentypen gibt es?

Viele Menschen trennen das Berufs- vom Arbeitsleben. Für sie sind Kollegen Menschen, mit denen man im Berufsalltag gut miteinander auskommt, aber nach Feierabend geht man getrennte Wege. Andere wiederum sind mit ihren Kollegen eng befreundet, gehen gemeinsam abends weg oder laden sich gegenseitig zum Essen ein. Dann wiederum gibt es Menschen im Arbeitsleben, die mit einigen Kollegen sehr gut auskommen, aber andere lieber meiden, weil diese bestimmte Charaktereigenschaften an den Tag legen, mit denen sie überhaupt nicht zurechtkommen. Hierbei unterscheidet man zwischen acht unterschiedlichen Typen:

1. Der Lästerer und Mobber

Der Lästerer und Mobber findet immer jemanden, über den er gehässig reden kann. Gerne informiert er die gesamten Kollegschaft über seine neuesten „Beobachtungen“ zu Menschen. Er geht in seinen Beschreibungen bis ins kleinste Detail. Oft hat er ein bestimmtes „Opfer“, über das er gerne redet. Wenn ihm das zu langweilig wird, sucht er sich ein neues „Opfer“, über das er gnadenlos herzieht.

Mit solchen Menschen sollte man nicht zu engen Kontakt pflegen, denn man kann sich nie sicher sein, ob man nicht zu ihrem nächsten Lästerobjekt wird. Gelegentliches lästern ist legitim, aber die Auswucherungen solcher Gespräche – die schon ins Mobbing gehen können – sollte man keineswegs mitmachen.

2. Der Laber-Kollege

Der Laber-Kollege hört sich gerne selbst reden und hat auch zu allem und jedem etwas zu sagen. Er kommt in seinen Erzählungen vom „Hölzchen zum Stöckchen“ und wenn man ihm eine kleine Frage stellt, kann man sicher sein, dass der Laberer eine sehr lange Antwort parat hat. Schade dabei ist, dass das Wissen, das er mit Sicherheit auch hat, meist ignoriert wird.

Bei solchen Menschen ist es wichtig, Grenzen zu setzen. Wenn Sie gerade bei einer wichtigen Arbeit sind und der Laberer Sie volltextet, sollten Sie klar und deutlich sagen, dass sie „jetzt ihre Arbeit machen müssen“. Sprechen Sie mit dem Laberer über Themen, die Sie interessieren. Schweift er ab, können Sie ihn durch direkte Fragen oder Aussagen wieder auf „Ihr Thema“ zurückführen. Generell gilt: Stellen Sie dem Laberer nicht zu viele Fragen, sonst fühlt er sich veranlasst, viel über sich zu erzählen.

3. Der Delegierer

Chefs dürfen delegieren, aber Kollegen unter sich nur begrenzt. Der Delegierer schiebt gerne die Arbeit seinen Kollegen zu. Oft baut er sich ein Image auf, in dem er kompetent und strebsam wirkt. Schaut sein Vorgesetzter aber gerade nicht hin, delegiert er Arbeit an andere Kollegen, weil er tief im Herzen eine faule Persönlichkeit hat.

Bei solchen Menschen ist es auch sehr wichtig, Grenzen zu setzen und einfach „Nein“ zu sagen, wenn der Delegierer Arbeit abschieben will. Meist verbirgt sich hinter der Delegierer-Mentalität ein Mensch, der nicht wirklich ehrlich im Umgang mit anderen Menschen ist. Überlegen Sie sich, ob Sie mit so einem Menschen überhaupt groß Umgang pflegen wollen.

4. Der Choleriker-Kollege

In manchen Branchen ist es oft der Chef, der cholerisch und aufbrausend ist. Bei solchen Leuten weiß man sehr schwer, wo man gerade dran ist: Mal ist er gut gelaunt und freundlich, mal aufbrausend und unberechenbar. Es ist immer schwierig als Außenstehender einzuschätzen, wie der Choleriker-Kollege gerade drauf ist.

Bei cholerischen Menschen ist es dennoch wichtig, sein eigenes „Ich“ in Gesprächen beizubehalten und sich nicht verunsichern zu lassen. Auch wenn es nicht so scheint: Choleriker wollen meist Menschen in Ihrer Umgebung, die nicht schnell „klein“ beigeben. Das ist insbesondere dann eine besondere Herausforderung, wenn Ihr Gegenüber sie zum Beispiel plötzlich anschreit.

5. Der Bedenkenträger

Der Bedenkenträger äußert ständig seine Bedenken und Befürchtungen. Er sieht alles negativ und hat diverse Vorurteile gegen andere Menschen oder neue Projekte. Jede neue Chance, die sich in seinem Leben ergibt, betrachtet er als Gefahr.

Mit diesen Menschen ist es sehr schwierig zusammenzuarbeiten. Meist sind sie in ihren Ansichten sehr festgefahren und gehen kaum Kompromisse ein. Alles, was sie erleben, ist negativ gefärbt. Wenn es irgendwie geht, versuchen Sie, mit diesen Menschen nicht unbedingt in einem Projekt zusammen zu arbeiten.

6. Der Ideenfinder

Der Ideenfinder als Kollege steckt voller neuer Ideen und Einfälle. Es vergeht kein Tag, an dem er nicht einen neuen, kreativen Einfall hat oder eine neue Kooperation anstrebt. Der Ideenfinder ist sehr spontan. Die Gefahr bei ihm ist, dass er sich bei seinen vielen Projekten verheddert und nirgendwo konkret wird.

Prüfen Sie genau, wenn Sie mit ihm zusammenarbeiten, ob er bei einer Sache „am Ball“ bleiben kann, oder ob er sich schnell ablenken lässt und wie eine „Biene“ von einer „neuen Blume zur nächsten fliegt“. In solchem Fall sollten Sie versuchen, auf Distanz zu gehen, denn jeder Arbeitgeber will konkrete Ergebnisse bei der Arbeit sehen.

7. Der Wichtigtuer

Der Wichtigtuer macht immer viel Wind und spielt sich gerne in den Vordergrund: Er telefoniert laut mit seinen Kunden, gibt gerne an, dass er im Stress sei, prahlt mit wichtigen Kundenkontakten und redet, ohne Konkretes zu sagen. Er arbeitet meist wenig. Wenn man genauer hinschaut, hat der Wichtigtuer oft auch keine Ahnung über die Details der zu bearbeitenden Materie.

Den Wichtigtuer sollte man innerlich nicht ganz ernst nehmen. Für manche Aktionen ist er allerdings gut brauchbar. Zum Beispiel kann er auf Messen durch sein Gehabe viele Menschen an den Stand ziehen.

8.  Der Gnadenlose

Der Gnadenlose ist gnadenlos, denn er geht über Leichen. Er gibt sich gerne stark nach außen, spricht oft mit Baßstimme und kennt kein „Pardon“. Er hat kein Mitleid mit Menschen. Er arbeitet zielstrebig an seiner Karriere und hat meistens auch das letzte Wort.

Vor ein paar Jahren waren diese Art von Menschen in der Politik und in der Wirtschaft sehr gefragt.

Ohne Frage können sie sich gut bei ihren Kollegen durchsetzen, dennoch ist mittlerweile in vielen Branchen ein moderaterer Führungston angesagt und der „Gnadenlose“ gehört zum Auslaufmodell.


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