Wirtschaft & Politik

Deutsche-Bank-Chefvolkswirt sieht Euro gefährdet

Bisher habe man die Märkte raten lassen, was als nächstes geschehe. „Es ist so, als ob man den Patienten in den Operationssaal schiebt und der Arzt dann sagt: „Warten Sie hier, während ich die Bedienungsanleitung durchlese“, sagte Mayer. Die Euro-Architektur müsse durch die Schaffung eines permanenten Krisenmechanismus komplettiert werden.

Am Donnerstagabend und am Freitag ist der Euro weiter unter Druck geraten, während die Kurse spanischer und portugiesischer Anleihen weiter nachgaben. Inzwischen kostet die europäische Gemeinschaftswährung nur noch 1,2960 US-Dollar. Dabei spielen nicht nur die wieder zunehmenden Sorgen um die Eurozone eine Rolle. Marktteilnehmer spekulieren auch auf einen sehr gut ausfallenden US-Arbeitsmarktbericht, nachdem die am Mittwoch veröffentlichen Arbeitsmarktdaten des privaten Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) deutlich besser waren als erwartet. „Die sich offenbar verbessernde Beschäftigungsentwicklung in den USA hat den Dollar gestützt“, sagte Antje Praefcke, Devisenexpertin bei der Commerzbank, bereits am Mittwoch.

(BörseGo)


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