Unternehmensführung

Outsourcing-Studie: Deutsche Großunternehmen zu langsam bei der Auslagerung von Backoffice-Projekten

So gelingt es nicht einmal jeder siebten Chefetage, ein entsprechendes Vorhaben innerhalb von zwölf Monaten zum Abschluss zu bringen. Zum Vergleich: Bei Unternehmen bis 1.000 Mitarbeitern schafft dies mehr als jedes Zweite. Wichtige Stellschraube für BPO-Vorhaben in Großunternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern ist die Frage der Priorisierung durch die Geschäftsführung. Wie die Studie deutlich zeigt, gelingt es Unternehmen, in denen BPO von der Führungsetage nachdrücklich verfolgt wird, die Umsetzung entscheidend zu beschleunigen. So kommen 54 Prozent der Befragten, denen die Umsetzung von BPO-Vorhaben sehr wichtig ist, binnen zwölf Monaten zum Projektabschluss.

„Die teilweise recht langen Umsetzungszeiten von BPO-Projekten haben ihre Ursache in erster Linie in den hauseigenen Prozessstrukturen der Unternehmen“, sagt Rüdiger Kloevekorn von Steria Mummert Consulting. „Denn bei den Serviceleistungen der externen BPO-Partner sehen die wenigsten Entscheider Handlungsbedarf. So zeigen sich 71 Prozent der Entscheider mit ihren BPO-Verträgen und den darin vereinbarten Services sehr zufrieden oder zufrieden. Nur bei zwei Prozent der Befragten konnte BPO die Erwartungen nicht erfüllen“

Bei der Fragestellung, welche Geschäftsprozesse vorranging für die BPO-Vorhaben vorgesehen sind, haben klassische Backoffice-Prozesse die Nase vorn. Neben der Reisekostenabrechnung (41 Prozent), entscheidet sich rund jedes dritte Haus für eine Auslagerung von Finanz- und Rechnungswesen, Personalwesen oder Logistik. Bei Großunternehmen spielt darüber hinaus das Flottmanagement eine große Rolle (30 Prozent).


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