Wirtschaft & Politik

Die Werte der Deutschen: Sicherheit bleibt im Fokus

An oberster Stelle im Ranking hält sich jedoch unverändert das Thema Sicherheit. Dies zeigt eine aktuelle Studie des GfK Vereins zum Thema „Bedeutungswandel von Werten“, für die im Januar nun zum dritten Mal mehr als 1.000 Menschen befragt wurden.

Bereits bei den ersten beiden Befragungen im Januar und August 2010 war die überragende Mehrheit der Deutschen der Ansicht, dass das Thema Sicherheit in Zukunft stärker im Fokus steht. Daran hat sich bis heute kaum etwas geändert. Fast 70 Prozent der Befragten halten Sicherheit für ein Ideal, auf das es künftig noch stärker ankommen wird. Männer und Frauen sind hier ganz einer Meinung; beim Blick auf die Altersgruppen zeigen sich ebenfalls nur geringe Unterschiede. Das Thema Leistung dagegen war im Ranking bereits im August um einen Platz nach vorne gerutscht und hat sich dort gehalten. Fast zwei Drittel der Befragten glauben auch heute, dass Engagement und Einsatz künftig noch wichtiger werden.

Steigender Wettbewerb

Nahezu gleichauf im Ranking liegen mittlerweile die Themen Verantwortung, Vertrauen und Zuhause sowie Optimismus und Wettbewerb. Jeweils etwa die Hälfte der Befragten ist der Ansicht, dass es auf diese Leitbilder demnächst stärker ankommen wird. Damit haben sich die Prioritäten im Vergleich zur Vorjahresbefragung etwas verschoben: Während im Januar 2010 das eigene Zuhause als Rückzugsmöglichkeit auf Platz zwei lag, schafft es dieser Wert heute nur noch auf Platz 6. Stark zugelegt hat dagegen die Wichtigkeit des Wettbewerbs, der noch vor einem Jahr auf Platz 8 rangierte. Damals glaubten 38 Prozent der Befragten, dass es künftig stärker darauf ankommt, sich gegen die Konkurrenz zu behaupten. Heute sieht das die Hälfte der Deutschen so- und setzt den Wettbewerb somit auf Rang 7.

Nicht nur in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch mit Blick auf die eigene Konkurrenzfähigkeit scheint dieser Wert in den Augen der Befragten zu steigen. Ein leichter Rückgang beim Thema Solidarität deutet ebenso darauf hin wie auch die Entwicklung des Begriffs „Macht“. Letzterer legte im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozentpunkte zu. Um im Wettbewerb zu bestehen, scheinen die Deutschen jedoch auch mehr auf Innovationen zu setzen. 43 Prozent der Befragten denken, dass es künftig stärker auf innovative Entwicklungen ankommt. Vor einem Jahr sahen das nur 36 Prozent der Menschen so.

Weniger Bescheidenheit

Zudem scheinen sich die Deutschen etwas mehr gönnen zu wollen. Die Werte Luxus und Abenteuer rangieren zwar nach wie vor auf den hinteren Plätzen, doch beide Themen gewannen 5 beziehungsweise 6 Prozentpunkte hinzu. Demgegenüber liegt das Verzichten nach Ansicht der Befragten nicht mehr so stark im Trend wie noch vor einem Jahr, als die Krise in aller Munde war.


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