E-Business

Massive Kritik der Zeitungsverleger an öffentlich-rechtlichen Internetprodukten

„Es darf keine öffentlich-rechtliche Presse im Internet geben“, sagte der Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger, Helmut Heinen, im Streitgespräch mit ZDF-Intendant Markus Schächter und verwies auf die umfangreichen textbasierten Internetauftritte von ZDF und ARD. Ein Angebot wie tagesschau.de sei nicht programm- und sendungsbegleitend, sondern stelle ein eigenes neues Format dar, das nicht mit dem öffentlich-rechtlichen Auftrag in Einklang stehe. Heinen machte deutlich, dass die Zeitungsverlage in Zukunft existenziell auf Vertriebserlöse im Internet angewiesen seien. Dies werde durch die gebührenfinanzierten Produkte stark behindert.

Kritik übte auch der Geschäftsführer der WAZ Mediengruppe, Christian Nienhaus: „Staatliche Rundfunkanstalten und US-Multis wie Apple machen uns das Leben im Internet schwer.“ Der Konzerngeschäftsführer Public Affairs der Axel Springer AG, Christoph Keese, monierte insbesondere die iPhone- und iPad-Apps von Tagesschau und Sportschau: „Wir werden Qualitätsjournalismus nicht finanzieren können, wenn Qualitäts-Apps gratis angeboten werden.“


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