E-Business

In der Modebranche greift der Multi-Channel-Vertrieb

„Quasi alle Onliner informieren sich im Internet über Produkte (97,2 %) und 85,2 % der Internetnutzer haben in den vergangenen zwölf Monaten bereits Waren im Internet gekauft“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer, IFH Köln. Im Fokus der öffentlichen Diskussion stehen meist die Online-Aktivitäten der großen und bekannten Handelsunternehmen. Doch auch bei kleinen und mittelständischen Handelsunternehmen ist das Internet angekommen. Denn mit der parallelen Nutzung mehrerer Absatzkanäle kann der Fashionhandel neue Kundengruppen erreichen und Bestandskunden neue Einkaufsmöglichkeiten bieten. Dr. Hudetz: „Stationäre Fashionhändler haben erkannt, dass Konsumenten das Internet zunehmend zur Kaufvorbereitung, aber auch tatsächlich zum Kauf nutzen.“ Aus den Multi-Channel-Studien ECC Handel geht hervor, in welchen Kanälen sich Konsumenten vor einem Kauf informieren und wie dies ihre Kaufentscheidung beeinflusst.

Die einzelnen Channels ergänzen sich

Zwischen den Vertriebskanälen des Handels bestehen sehr intensive informationsbezogene Wechselwirkungen, von denen der stationäre Einzelhandel profitieren kann. Bei fast jedem vierten Kauf in stationären Geschäftsstellen informieren sich Konsumenten vorab in Online-Shops. Bei rund zwölf Prozent der Käufe informieren sich Kunden zunächst im Online-Shop und kaufen dann im Laden des Anbieters. Bei über sechs Prozent der Käufe liefert der Online-Shop den Impuls zur Wahl des Anbieters im stationären Handel. Warum kauft der Konsument in verschiedenen Kanälen? So wird die Bestellung in Online-Shops von vielen als besonders einfach eingeschätzt, während der Kauf in einem stationären Handelshaus den Vorteil hat, das Produkt unmittelbar und mit allen Sinnen inspizieren zu können. Jeder der Vertriebskanäle erfüllt unterschiedliche Bedürfnisse der Konsumenten.


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