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Wie Sie Ihr Glück finden

Die Demonstrationen in den nordafrikanischen Staate zeigen: Es ist offensichtlich nicht der Wunsch nach Fundamentalismus – wie lange gepredigt wurde – sondern der Wunsch nach Demokratie, den die Bevölkerung auf die Straße treibt. Nun leben wir in einem demokratisch regierten Land, Deutschland, in dem Menschenrechte und freie Meinunsgäußerung eine große Rolle spielen. Frauen müssen nicht verschleiert auf die Straße gehen und das Bildungssystem steht – theoretisch zumindest – für alle offen. Dennoch boomt der Absatz nach esoterischer Literatur. Titel, in denen es um die Suche nach Glück geht, machen deutlich, dass in einer Welt, wo wir scheinbar alles haben – Demokratie, Kapitalismus, Geld – der Mensch nicht auf Anhieb glücklich ist, sondern an seiner Portion Glück arbeiten muss. 7 Schritte, wie Sie Ihr Glück finden werden:

  1. Schauen Sie, was Sie vom Glück abhält: Gerade emotionale Menschen tragen oft „Balast der Vergangenheit“ mit sich herum. Horchen Sie in sich hinein, was Sie wirklich belastet, und nennen Sie das Kind beim Namen, ohne sich für irgendetwas zu schämen. Unterstützend kann dabei eine Gesprächstherapie bei einem guten Therapeuten oder Coach sein. Hören Sie ruhig auf Empfehlungen. Meistens liegen die „Buschtrommeln“ sprich die „Mund-zu-Mund-Propaganda“ richtig mit Ihrer Einschätzung oder ihrem Urteil über das Können einzelner Coaches oder Therapeuten.
  2. Checken Sie Ihre berufliche Situation ab: Hinterfragen Sie zunächst Ihre berufliche Situation. Viele Menschen, die täglich zur Arbeit gehen, beklagen sich über Ihr Leben, das einem „Hamsterrad“ ähnelt: Morgens um sieben Uhr aufstehen, um acht zur Arbeit und um halb sieben nach Hause kommen. Und das Montag bis Freitag. Entwickeln Sie alternative Arbeitsmodelle, beispielsweise einen Halbtagesjob, mit dem Sie grundversorgt sind und die restliche Zeit einer Fortbildung nachgehen, damit sie sich in einer Sparte weiterbilden, die Ihnen am Herzen liegt. Oder eine Vier-Tage-Woche oder eine Auszeit – es gibt viele Möglichkeiten, um aus dem Hamsterrad zu entfliehen.
  3. Überprüfen Sie Ihre familiäre Situation: Schaffen Sie sich einen Lebenssituation, in der Sie einerseits Freiraum haben, andererseits auch familiäre Berührunsgpunkte. Natürlich können Sie nicht, wenn Sie Kinder haben, Ihre Kinder im Stich lassen, um für sich absoluten Freiraum zu gewinnen. Aber Sie könnten beispielsweise mit Ihrem Lebenspartner ein Konstrukt schaffen, bei der Sie oder er einige Zeit ohne Kinder verbringen, während diese beispielsweise bei Freunden oder Großeltern gut aufgehoben sind. Oder gönnen Sie sich ein Tag in der Woche, an dem Sie nur mit Freundinnen weggehen.
  4. Suchen Sie die Fehler nicht immer bei Ihrer Umwelt: Wenn Sie Single sind, argumentieren Sie nicht frei nach dem Motto: „In dieser Stadt leben nur Singles – das Ding zwischen Mann und Frau funktioniert hier nicht“, sondern gönnen Sie sich beispielsweise eine geführte Meditation, bei der Sie sich fragen, was Sie an Ihrer Person ändern können, um Ihr Singledasein aufzuheben.
  5. Sie ziehen äußerlich das an, was Ihrem Inneren entspricht: Erst wenn Sie ihr inneres Seelenleben „aufgräumt“ haben, ziehen Sie äußerlich Menschen und Dinge an, die Ihrem wirklichen Wesen entsprechen.
  6. Machen Sie Entspannungsübungen: Mit Entspannungsübungen – sei es progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder Yoga – entfernen Sie Seelenbalast und holen das heraus, was in Ihnen steckt.
  7. Lesen Sie Bücher, die sich mit Glück und Seelenheil beschäftigen: Seien Sie sich aber bewusst, dass solche Bücher zwar nützliche Anregungen geben, aber dennoch meistens nur ansatzweise helfen können. Sie sind oft sehr allgemein gehalten und treffen meist nichts des Pudels Kern. Nehmen Sie sie als Inspiration, aber versprechen Sie sich nicht sofortige Heilung, weil jeder Mensch eine individuelle Geschichte hat, die individuell behandelt werden sollte.

Carolin Fischer

Über den Autor Carolin Fischer

Carolin Fischer ist Content-Managerin und Redakteurin bei onpulson.de. Sie ist spezialisiert auf die Themen "Personal" und "Karriere". Früher hat sie mehrere Jahre für die Süddeutsche Zeitung in München und für Mitarbeiterzeitschriften geschrieben.

1Kommentare

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  1. 1 www.ethikconsult.de | 18. März 2011

    Danke, Frau Fischer, alles gute Tipps.
    Einen würde ich gerne ergänzen: Manchmal reicht Mut aus, um sich authentischer oder unbelasteter zu fühlen. Statt anderen nach dem Mund zu reden, könnte man einmal das formulieren, was man denkt. Das ist ein Schritt in die Richtung, glücklicher zu sein, den man täglich in den Alltag integrieren kann.
    Beste Grüße
    Agnes Hümbs