Wirtschaft & Politik

BASF-Tochter Wintershall steigt bei Gaspipeline ein

BASF-Vorstandsvorsitzender Jürgen Hambrecht und Gazprom-Chef Alexej Miller unterzeichneten die Absichtserklärung gemeinsam in Moskau in Anwesenheit des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin. Gazprom soll nach Angaben Winterhalls seine 50 Prozent an dem Projekt beibehalten. Die South Stream AG, an der sich Wintershall beteiligen wird, werde den Offshore-Projektabschnitt der Pipeline durch das Schwarze Meer entwickeln, bauen und betreiben, hieß es weiter in der Pressemitteilung. Die Leitung soll Südosteuropa mit russischem Gas versorgen. Sie gilt daher als Konkurrenz zu der europäischen Nabucco-Pipeline, die Russland umgeht, um die Europäische Union unabhängiger von russischen Erdgaslieferungen zu machen. Der Einstieg von Wintershall „bedeutet aber nicht, dass Nabucco tot ist“, sagte Hambrecht der Nachrichtenagentur dpa. Die Projekte könnten gut parallel verfolgt werden.

Putin sagte, die Bundesregierung unterstütze das Projekt und habe eine finanzielle Garantie abgegeben. „Das ist heute erst einmal nur ein Memorandum“, sagte Hambrecht. Putin hingegen bezeichnete die Erklärung als „enorm wichtige Vereinbarung“ und kritisierte gleichzeitig das Projekt Nabucco als „sinnlos und gefährlich“. Gazprom und Wintershall arbeiten bereits gemeinsam an dem Projekt Nord Stream, welches derzeit am Grunde der Ostsee verlegt wird. An South Stream sind des Weiteren noch der italienische Energiekonzern Eni und der französische Energieversorger Electricite de France (EdF) beteiligt. Die Kosten von South Stream werden auf bis zu 25 Milliarden Euro geschätzt.

(BörseGo)


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