Karriere

Welche Eignungstests gibt’s bei Bewerbungsgesprächen?

Manche Eignungstests müssen – oft online – absolviert werden, bevor es zu einem Bewerbungsgespräch kommt. Andere wiederum werden im Zuge eines Assessment-Centers gestellt. Hierbei ist der Vorteil, dass – wenn man im Test nicht so gut abschneidet – im Gespräch selbst oder in der Teamarbeit während des Assessment-Centers glänzen kann. Handelt es sich um einen Multiple-Choice Test, klären Sie vorher, ob falsche Antworten Punkteabzug ergeben. Entscheidend ist vor allem: Immer Ruhe bewahren. Denn diese ist auch in wichtigen Situationen im Berufsalltag gefordert. Mit folgenden Tests könnten Sie beim Bewerbungsgespräch konfrontiert werden:

  1. Intelligenztest: Hierbei werden mathematische oder verbale Begabungen unter Beweis gestellt. Bei einem Vorstellungsgespräch in einer Bank oder einer Unternehmensberatung wird der Schwerpunkt eher bei mathematischen Aufgaben liegen. Dabei werden Graphen und Tabellen interpretiert werden und Dreisätze und Textaufgaben gelöst werden müssen. Bei der Bewerbung für eine Verlagsstelle stehen eher sprachliche Aufgaben im Mittelpunkt. Hierbei muss der Bewerber beispielsweise einen Text lesen und erläutern, ob bestimmte Aussagen wahr oder falsch sind.
  2. Allgemeinwissenstest: Bei diesem Test werden weniger Fähigkeiten abgefragt, sondern es werden Fragen zur Allgemeinbildung gestellt. Es kommen meistens Fragen zur Politik, Geschichte, Naturwissenschaften und Kunst vor. Oft haben die Unternehmen hauseigene Tests, das heißt Tests, die sie selbst entwickelt haben. Zur Vorbereitung helfen Ratgeber aus dem Buchhandel, Wissensseiten im Internet, das Schauen von Nachrichtensendungen und Quizshows und das Lesen von Magazinen. Für viele Unternehmen sind Angestellte mit Allgemeinwissen von großem Interesse, weil sie beispielsweise mit breitem Wissen bei Geschäftsterminen oder bei einem Geschäftsessen glänzen kann. Außerdem wollen die Firmen Angestellte haben, die nicht nur „Fachidioten“ sind, sondern große Zusammenhänge wissen und erkennen können.
  3. Leistungstest: Bei diesem Test müssen Aufgaben gerechnet, Wörter, Buchstaben oder Zahlen ergänzt oder sortiert werden. Die Aufgaben haben einen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad. Die besondere Herausforderung bei diesem Test liegt darin, dass der Bewerber eine Menge Aufgaben in einer relativ kurzen Zeit lösen soll. Damit möchte man sehen, ob der Bewerber in Stress-Situationen einen klaren Kopf behält. Dies kann leicht zu Irritationen führen: Deswegen ist es wichtig, sich nicht aus dem Konzept bringen zu lassen und Schritt für Schritt die Aufgaben versuchen zu lösen.
  4. Sporttest: Bewirbt man sich bei der Bundeswehr oder bei der Polizei, muss immer ein Sporttest absolviert werden. Wie der Name schon verrät, wird der Prüfling in verschiedenen sportlichen Disziplinen geprüft. Dazu zählt beispielsweise Laufen oder Springen. Bekannt ist der Pendellauf, bei dem eine bestimmte Strecke mehrmals gelaufen werden muss. In Tabellen ist festgelegt, wann der Test bestanden ist. Dabei spielen Alter und Geschlecht eine entscheidende Rolle. Auf den Internetseiten der jeweiligen Institutionen kann nachgelesen werden, welchen Anforderungen man gewachsen sein muss.
  5. Brainteaser: Hier werden oft Fragen gestellt, die beim ersten Zuhören seltsam vorkommen. Dabei geht es bei der Beantwortung der Frage vor allem um die Herangehensweise und das Präsentieren der Antwort. Ihr zukünftiger Chef möchte sehen, welchen Weg Sie wählen, um zur Lösung zu kommen. Ein Beispiel: Ein Mann fährt mit einem schwarzen Auto, dass kein Licht hat, durch die Nacht. Am Himmel ist es dunkel. Vor ihm geht ein Mann über die Straße. Wie sieht er ihn? Die Antwort lautet: Mit Hilfe der Straßenlaternen.

0Kommentare

Es wurde bisher noch kein Kommentar verfasst. Starten Sie die Diskussion!