Wirtschaft & Politik

Die Häfen wappnen sich gegen japanische Schiffe

Ein Teil fährt Emden, Kiel und Rostock an. Für die Prüfung der Schiffe sind die Bundesländer zuständig. Im Falle des größten deutschen Containerschiffhafens in Hamburg ist das die dortige Innenbehörde. Sie arbeitet Pläne aus unter anderem mit der Wasserschutzpolizei, dem Hauptzollamt und der Strahlenschutzbehörde. Japan rangiert auf dem zehnten Platz der wichtigen Außenhandelspartner des Hamburger Hafens. Jedes Jahr machen 300 Schiffe aus dem fernöstlichen Land fest. An Bord: Tausende Container gefüllt mit Autoteilen, Chemie- und Pharmaprodukten sowie Elektronik.

Strahlung von japanischen Schiffen und Containern

Auch der Krisenstab des Bundesumweltministeriums wirkt an den Vorbereitungen mit. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob Grenzwerte für die Strahlung von Containern und Schiffen festgelegt werden sollen. Hierzu gibt es noch keine Entscheidung. Mit zu bedenken ist: Nur in Ausnahmefällen steuern Frachter von Japan aus direkt deutsche Häfen an. In der Regel laufen sie davor andere europäische Häfen wie Le Havre, Antwerpen oder Rotterdam an. Seit jeher wird bereits die Ladung von Schiffen auf Radioaktivität untersucht. Denn radioaktive Stoffe können etwa in Form von Schrottmetallen an Bord sein. Auch der Atomwaffensperrvertrag erfordert entsprechende Kontrollen.

Luftfracht und Flugzeuge

Für Flugzeuge aus Japan gibt es bereits Grenzwerte. Das hat das Bundesumweltministerium in einer Eilverordnung festgelegt. Nach Einschätzung des Bundesumweltministeriums geht jedoch von Flugzeugen, die aus Japan kommen, derzeit keine konkrete Gefahr aus. Luftfracht und Postsendungen prüft der Zoll seit Mitte März auf radioaktive Oberflächenkontamination. Dabei werden nahezu 100 Prozent geprüft. Sollten Verdachtsfälle auftreten, würde unverzüglich die fachlich zuständige Landesbehörde informiert werden.


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