E-Business

Bei Navis und Autoradios höhere Qualität gefragt

Das sind aktuelle Ergebnisse von GfK Retail and Technology. Die Gesamtzahlen für das Jahr 2010 unterstreichen einen Trend im Bereich In Car Electronics, der sich bereits seit längerem abzeichnet. Die Verbraucher setzen immer mehr auf Geräte, welche das Anschließen externer Musikquellen, die Anbindung an das Internet oder Live-verfügbare Informationen ermöglichen. Dementsprechend geht die Nachfrage nach Einstiegsgeräten, die diese Funktionen nicht bieten, deutlich zurück. Zwar tragen die technisch anspruchsvolleren Produkte zu stabileren Durchschnittspreisen im Gesamtmarkt bei. Trotzdem sinken die Nachfrage und der Umsatz insgesamt, da die teureren Geräte den Einbruch im günstigeren Einstiegsbereich nicht ausgleichen können.

Autoradios: Um Anschluss bemüht

In Summe geht der Markt für Autoradios in Deutschland zurück – im Jahr 2010 werden etwa 11 Prozent weniger Autoradios verkauft als im Vorjahr. Der Erlös verringert sich pro Gerät um 5 Prozent auf 101 Euro. Die ersten zwei Monate des aktuellen Jahres geben Grund zur Hoffnung. Die Nachfrage schrumpft im Januar und Februar gegenüber den Vorjahresmonaten nur um 4 Prozent und auch der Durchschnittspreis erreicht mit 98 Euro fast das Niveau des Jahres 2010.

Der Markt für Autoradios steht vor einem Technologiewechsel – das Ende für die CD im Auto scheint gekommen. Mittlerweile geht der Trend zu Produkten, die Musik direkt von USB-Sticks und SD-Karten abspielen können. Außerdem können an immer mehr Radios direkt digitale Multimediaplayer angeschlossen werden. Sogar Handys lassen sich immer öfters über Bluetooth einbinden, um beispielsweise Musik aus dem Internet ins Auto zu holen oder mit Freisprechfunktion zu telefonieren. In der jüngsten Vergangenheit sind daher auch verstärkt Autoradios auf dem Markt, die ganz ohne CD- oder DVD-Spieler auskommen und ausschließlich auf USB-Speicher, SD-Karten und iPod-Anbindungsmöglichkeit setzen. Zwar werden von diesen so genannten Mechaless-Radios im Jahr 2010 in Deutschland erst 90.000 Geräte verkauft, allerdings weist der Bereich mit Abstand die höchsten Zuwachsraten auf. Der Anteil dieser noch jungen Nische am Gesamtmarkt für Autoradios steigt von 3 Prozent im Jahr 2009 auf 6 Prozent im vergangenen Jahr.

Bezüglich des Rundfunkempfangs im Auto könnte der klassische UKW-Empfang mittelfristig durch DAB-Übertragung sowie Internetradio ersetzt, zumindest aber ergänzt werden. Die beiden Technologien punkten mit besserer Empfangsqualität und einer größeren Sendervielfalt. Allerdings sind die verkauften Stückzahlen derzeit noch sehr niedrig.


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