Wirtschaft & Politik

Bei der Volkszählung 2011 zeigen sich Deutsche relativ unempfindlich gegenüber Datensammelei

Über die Hälfte der 18-29 Jährigen möchte sogar gern an den geplanten Haushaltebefragungen teilnehmen, bei denen immerhin über 40 persönliche Fragen gestellt werden (18-29 Jahre: 56%, 50+ Jahre: 34%). Art und Umfang der Fragen wird dabei insgesamt nur von jedem Dritten (36%) als unangemessen bewertet. Auch hier zeigen sich Jüngere wieder deutlich unbedarfter (18-29 Jahre: 22%, 50+ Jahre: 41%). Eine Ursache für die große Teilnahmebereitschaft ist, dass über die Hälfte der Bundesbürger an die Notwendigkeit des Zensus 2011 glaubt. Sei es aus Vertrauen zum Staat (30%) oder aus persönlicher Überzeugung (25%).

Aber die staatliche Inventur wird auch kritisch beäugt. So wird die Auskunftspflicht überwiegend negativ bewertet, da sie dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung widerspricht (51%), zu unehrlichen Angaben verleitet (33%) und zu einem massiven bürokratischen Aufwand führt (30%). Weiterer Kritikpunkt ist die Datensicherheit. Hier hat man Sorge, dass die Regierung die Daten zweckentfremdet (48%) und nicht wie angekündigt nach 4 Jahren löscht (42%). Auch vor Hackerangriffen von außen (46%) fühlen sich viele nicht ausreichend geschützt. Lediglich 12% der Bundesbürger sind voller Vertrauen, dass ihre Daten sicher sind. Ausnahmsweise ist man sich in diesem Punkt in allen Altersklassen einig.


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