Wirtschaft & Politik

Auf Tepco kommen hohe Entschädigungszahlungen zu

Das Unternehmen arbeite zur Zeit gemeinsam mit Gläubigerbanken und der japanischen Regierung an einem Modell, das die Begleichung hoher Entschädigungszahlungen zum Inhalt hat, dem Unternehmen aber gleichzeitig das wirtschaftliche Überleben sichern soll, schreibt das Blatt. Im Gespräch ist eine Lösung, wonach Tepco die Zahlungen in gleichen Raten pro Jahr über einen Zeitraum von zehn Jahren leistet. Geplant ist ein Fond, in den die Zahlungen eingespeist werden. Dieser soll langfristig auf 50 Milliarden US-Dollar anwachsen und neben Kompensationszahlungen auch Rücklagen für mögliche spätere Unfälle bilden.

Konkret könnte der Fukushima-Betreiber Tepco gezwungen werden, die Hälfte der Gesamtkosten in Höhe von 4 Billionen JPY (49,2 Milliarden US-Dollar) in Zusammenhang mit der atomaren Katastrophe in Fukushima zu übernehmen. Die zweite Hälfte der Gesamtkosten soll von acht weiteren Kernkraftwerksbetreibern abgedeckt werden, berichtet die Zeitung.

Unterdessen ist Tepco erneut wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen für seine Angestellten im Kernkraftwerk in die Kritik geraten. Bei der Arbeit in der beschädigten Anlage sind zwei weibliche Angestellte einer höheren Strahlendosis ausgesetzt gewesen, als die gesetzliche Grenze zulässt. Zwei Arbeiter, die wegen Verbrennung durch Strahlung im Spital behandelt wurden, waren einer Strahlendosis von fast 250 Millisievert ausgesetzt, wie am Wochenende bekannt wurde. Der Grenzwert für Männer liegt bei 250 Millisievert im Jahr.

(BörseGo)


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