Wirtschaft & Politik

ELSTER: 8,6 Millionen Steuererklärungen per Internet

Dies teilt der Hightech-Verband BITKOM mit. „Gut ein Viertel aller Steuererklärungen wird von den Steuerpflichtigen oder ihren Steuerberatern elektronisch erstellt und übermittelt. Hier ist noch Luft nach oben“, sagte BITKOM-Präsidiumsmitglied Prof. Dieter Kempf. Die Nutzung ließe sich erhöhen, wenn die Bedienung der amtlichen Steuer-Software vereinfacht würde. Die elektronische Steuererklärung bietet zahlreiche Vorteile gegenüber der Abgabe auf Papier. Das kostenlose Programm „ElsterFormular“ der Finanzverwaltung ermöglicht eine Probeberechnung der Steuernachzahlung bzw. Steuererstattung. Vorher führt es eine Plausibilitätsprüfung der Daten durch und weist den Steuerzahler auf widersprüchliche Eingaben hin. „Diese Prüfung hat durchaus Tücken, da der Nutzer nicht immer auf Anhieb erkennt, warum eine Eingabe abgelehnt wird“, sagte Kempf.

Wer sich in der steuerrechtlichen Terminologie (Sonderausgaben, Werbungskosten etc.) nicht auskennt, wird nicht bei allen Feldern sofort wissen, was dort einzutragen ist. Hier muss das Programm aus Sicht des BITKOM mehr Informationen liefern. ElsterFormular kann deshalb kein Ersatz für eine professionelle Steuerberatungssoftware kommerzieller Anbieter oder die fachkundige Beratung eines steuerlichen Beraters sein. Ein weiterer Vorteil der Abgabe der Steuererklärung auf elektronischem Weg ist die kurze Wartezeit. In der Regel kommt der Bescheid innerhalb von zwei bis drei Wochen nach Einreichung, da die Finanzämter die ELSTER-Anträge bevorzugt bearbeiten. Auf Wunsch versendet die Behörde zusätzlich einen elektronischen Steuerbescheid, der anzeigt, an welchen Punkten das Finanzamt von der Erklärung abgewichen ist.


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