Wirtschaft & Politik

Deutschland: Wachstumsperspektiven bleiben günstig

Zu beachten bleibt, dass das Gesamtindexniveau durch die Umstellung des Basisjahres von 2000 auf 2005 und eine neue Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ) auf das Jahr 2008 (bisher: 2003) um rund vier Indexpunkte über den zuvor gemeldeten Werten liegt. Während die aktuelle Lage aufgrund der Expansion der Produktionsaktivitäten noch einmal besser eingestuft wurde als im Vormonat, gab die Erwartungskomponente den dritten Monat in Folge nach. Das absolute Niveau ist aber auch hier weiter freundlich zu werten, so dass gute Chancen bestehen, dass auch in den kommenden Quartalen positive BIP-Wachstumswerte im Quartalsvergleich ausgewiesen werden. Eine ähnliche Interpretation hatten schon die BIP-Detaildaten im 1. Quartal geliefert.

Beim Blick auf die Saldenbetrachtung fällt der deutliche Zuwachs im Einzelhandel ins Auge. Hier verdichten sich die Hinweise, dass die Binnennachfrage zunehmend zu einem wichtigen Wachstumsstandbein der deutschen Volkswirtschaft wird. Günstig für die Verbraucher wirkt sich dabei aus, dass die Unternehmen auch weiterhin gewillt sind, neue Arbeitskräfte einzustellen. Da auch die Exporterwartungen auf hohem Niveau notieren, bleibt der Ausblick für die deutsche Konjunktur günstig. Dabei dürfte das BIP in diesem Jahr fast so stark zulegen wie schon in 2010 (3,5 % gg. Vj.).

(BörseGo)


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