E-Business

Jeden Monat drei Stunden am Handy

Seit 2005 hat sich das Gesprächsvolumen mehr als verdoppelt. Hingegen sind die Gesprächsminuten im Festnetz in den vergangenen Jahren bei knapp 200 Milliarden Minuten weitgehend konstant geblieben. Das teilte der Hightech-Verband BITKOM heute auf Basis aktueller Daten der Bundesnetzagentur mit. In diesem Jahr wird die Zahl der Handy-Minuten voraussichtlich auf rund 192 Milliarden steigen. „Waren Handytelefonate früher noch die Ausnahme, sind sie heute aufgrund der technischen Entwicklung und des massiven Preisverfalls eine Selbstverständlichkeit“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer.

Verantwortlich für den Boom bei den Gesprächsminuten sind insbesondere günstige Flatrates und Volumentarife. Besonders stark ist die Zahl der abgehenden Gesprächsminuten gestiegen, um 8 Prozent auf 101 Milliarden. Laut Bundesnetzagentur werden rund zwei Drittel dieser Minuten nicht extra abgerechnet, sondern sind in Flatrates oder Zeitvolumen inklusive. Dies führt mit dazu, dass die Erlöse der Mobilfunkbetreiber mit Sprachdiensten rückläufig sind: In Deutschland erwartet der BITKOM nach einem Rückgang von 2,2 Prozent im Vorjahr ein Minus von 3,5 Prozent im Jahr 2011 auf 15,8 Milliarden Euro.

In Deutschland gibt es knapp 110 Millionen Mobilfunkverträge, rund 1,3 pro Einwohner. Nach einer repräsentativen BITKOM-Umfrage besitzen 83 Prozent aller Deutschen ab 14 Jahre mindestens ein Handy. Damit telefonierte jede dieser Personen im Schnitt 42,5 Stunden im Jahr mobil, das sind 3,5 Stunden im Monat. 96 Prozent der Handybesitzer telefonieren nach eigenen Angaben täglich mit dem Mobiltelefon. Scheer: „In unserer mobilen Gesellschaft sind Handys für viele Menschen beruflich und privat unverzichtbar.“


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