Wirtschaft & Politik

Griechenland: Lage verschärft sich

Für Griechenland hat das Konsequenzen: Denn die Europäische Union will nur bei einem überparteilichen Konsens zusätzliche Hilfszusagen für kommendes Jahr geben. EU-Währungskommissar Olli Rehn sagte der Tageszeitung „Die Welt“, es sei keine Zeit mehr für langatmige Verhandlungen. Es sei unentbehrlich, dass sich jetzt alle politischen Parteien konstruktiv verhielten und das von EU geforderte Reformprogramm unterstützten. Im Juni könne man die Probleme lösen oder die Gelegenheit verpassen. Und auch der Internationale Währungsfonds IWF pocht auf eine parteiübergreifende Einigung. Bis diese nicht zustande kommt, will die Organisation eine bereits im Juni geplante Kredittranche über 3,3 Milliarden Euro zurückhalten.

Unterdessen hat das EZB-Direktoriumsmitglied Lorenzo Bini Smaghi erneut vor einer Umschuldung in Griechenland gewarnt. „Die Vorstellung einer geordneten Restrukturierung griechischer Altschulden sei ein Märchen“, sagte Bini Smaghi im Gespräch mit der Financial Times. Eine Umschuldung oder gar ein Austritt aus dem Euroraum komme einem Todesstoß für das Land gleich. Aber auch im gesamten Währungsraum und darüber hinaus wären die destabilisierenden Effekte dramatisch.

(BörseGo)


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