Wirtschaft & Politik

Öffentliche Verwaltungen fürchten den demografischen Wandel

Betroffen sind vor allem kleine Städte und die ostdeutschen Verwaltungen. Bevölkerungsverschiebungen von Ost nach West sowie von Kleinstädten zu Großstädten sorgen dafür, dass demographische Veränderungen ungleich wirken. Das sind Ergebnisse der Studie „Branchenkompass 2011 Public Services“ von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut. Knapp sechs von zehn ostdeutschen Kommunen bereitet der demographische Wandel Kopfzerbrechen. Damit liegen sie weit vor den norddeutschen Kommunalverwaltungen, von denen lediglich 38 Prozent die Alterung und Schrumpfung der Bevölkerung mit Sorgen betrachten – eine Quote, die auch deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 48 Prozent liegt. „Für die öffentlichen Verwaltungen geht es zum einen darum, trotz sinkender Bevölkerungszahl das Dienstleistungsangebot aufrechtzuerhalten und zum anderen den eigenen Bedarf an Fachkräften zu decken. Dieser Herausforderung sollten sich die Verwaltungen bereits heute aktiv stellen“, sagt Peter Krolle, Senior Executive Manager bei Steria Mummert Consulting. „Denn auch die Behörden kämpfen mit zunehmendem Fachkräftemangel – für ein Drittel der Länder ist dieser daher ein Top-Thema für die kommenden drei Jahre.

Es gilt, jetzt die Weichen zu stellen, um für den demographischen Wandel gewappnet zu sein. Dabei sollten nicht nur die Risiken im Fokus stehen, sondern auch die Chancen erkannt werden. Der Druck, den die Bevölkerungsentwicklung ausübt, kann positiv in umfassende Verbesserungen der Strukturen und Aufgaben in Bund, Ländern sowie Kommunen umgesetzt werden“, so der Experte für die öffentliche Verwaltung. Gefragt sind dabei beispielsweise technische Lösungen, mit denen sich Aufgaben kosteneffizienter und ressourcenschonender abwickeln lassen.


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