Marketing & Vertrieb

Krankenkassen: Wechselbereitschaft aufgrund attraktiverer Kooperationsangebote steigt an

Lediglich bei der Kenntnis um die konkreten Kooperationspartner und -angebote der Krankenkassen besteht weiterhin großer Nachholbedarf: Nur jeder Fünfte weiß um das Angebot seiner Kasse. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Abschlusspotenzial für Krankenzusatzversicherungen 2011“ des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGovPsychonomics AG. Im Rahmen der Studie wurden im Frühjahr 2011 1032 Abschlussbereite befragt. Den Ergebnissen zufolge stieg der Anteil der generell abschlussbereiten Befragten, die es vorziehen würden, eine private Krankenzusatzversicherung über die eigene Krankenkasse abzuschließen, in den vergangenen zwei Jahren deutlich an. Ihr Anteil kletterte von 55 auf inzwischen 70 Prozent. Makler gerieten bezüglich der Vertriebswegeakzeptanz dagegen etwas ins Hintertreffen, Versicherungsvermittler konnten ihre Positionierung halten. „Den Krankenkassen gelingt es immer besser, sich als ganzheitliche Gesundheitsberater zu positionieren: Gesetzlich Krankenversicherte sehen Ihre Krankenkasse als Beratungspunkt nicht nur zu Gesundheitsfragen, sondern auch zu Fragen der zusätzlichen privaten Absicherung“; interpretiert Studienleiterin Melanie Harz. Besonders häufig informierten sich Interessierte zuletzt bei den Kassen AOK und TK. Ebenfalls häufig genutzt wurden BKK, BARMER GEK und DAK.

Wissen um die Kooperationsangebote der Kassen eher gering. Die Daten belegen darüber hinaus, dass die Bereitschaft ansteigt, der derzeitigen Kasse aufgrund attraktiverer Kooperationsangebote anderer Kassen den Rücken zu kehren. Inzwischen benennt jeder dritte Abschlussbereite dies als möglichen Wechselimpuls. Unter denjenigen, die einen Abschluss innerhalb der nächsten drei Monate planen, sind es sogar mehr als die Hälfte. Die tatsächliche Kenntnis über die Kooperationspartner der jeweiligen Kasse fällt allerdings mager aus – wie bereits 2009. Lediglich 21 Prozent der generell abschlussbereiten Befragten wissen, mit welchem privaten Versicherer die eigene Kasse kooperiert. „Ein Co-Branding mit einer etablierten Marke für private Zusatzabsicherung ist wirksamer, als die Platzierung einer unbekannten Eigenmarke“, erläutert Studienleiterin Harz. Vergleichsweise häufig informiert über die privaten Zusatzangebote sind die Mitglieder der BARMER GEK, DAK und IKK (in alphabetischer Reihenfolge). Als wichtigste Mehrwerte einer solchen Kooperation benennen die Befragten Preisvorteile und das Service-Angebot aus einer Hand.


Auch auf Onpulson

Mehr zum Thema

0Kommentare

Es wurde bisher noch kein Kommentar verfasst. Starten Sie die Diskussion!