Wirtschaft & Politik

Griechenland: Kompromiss für ein neues Hilfspaket rückt näher

Der belgische Ressortchef Didier Reynders sagte: „Wir werden versuchen, an diesem Sonntag eine Lösung zu finden.“ Der luxemburgische Ressortchef Luc Frieden sagte nach den Beratungen, er rechne mit einer Vereinbarung in den kommenden zwei Wochen. „Wir kommen voran.“ Auch Finanzminister Wolfgang Schäuble schließt sich dieser Losung an: „Wir müssen weiter reden.“

Hauptstreitpunkt unter den obersten Kassenhütern ist die Beteiligung von privaten Gläubigern wie Banken an der neuen Rettung des Mittelmeerlandes. Dies ist einer der Knackpunkte in den Verhandlungen. Vor allem Deutschland dringe auf einen Beitrag privater Gläubiger, treffe jedoch mit seinen Plänen auf weitgehenden Widerstand der Partnerländer, heißt es. Die Bundesregierung fordert, dass die Banken ihre griechischen Staatsanleihen freiwillig gegen neue mit längerer Laufzeit von sieben Jahren umtauschen. Das neue Rettungspaket soll einen Umfang von 90 bis 120 Milliarden Euro haben.

Die geplanten neuen Milliardenhilfen ernten bereits heftige Kritik: Der Chef der Liberalen im EU-Parlament, der frühere belgische Ministerpräsident Guy Verhofstadt sagte der „Welt“: „Die Verabschiedung immer neuer Rettungspakte kann nicht die Lösung der Griechenlandkrise sein“. Die neuen Hilfen würden die Finanzmärkte nicht überzeugen. Die Kredithilfen kämen viel zu spät und seien viel zu einseitig.

(BörseGo)


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