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Nationales Cyber-Abwehrzentrum eröffnet

„Im Kern der Cyber-Sicherheit steht der Schutz kritischer Infrastrukturen“, betonte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich bei der Eröffnung des Nationalen Cyber-Abwehrzentrums in Bonn. Die jüngsten Netzangriffe hätten gezeigt, dass auch die IT-Systeme kritischer Infrastrukturen im Fokus von Cyber-Angriffen stünden. Die Gefahr von Angriffen auf diese System nehme zu, so der Minister.

Unter „kritischen Infrastrukturen“ versteht man Organisationen und Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das Gemeinwesen. Das sind solche, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder dramatische Folgen eintreten würden. Hierzu gehören beispielsweise Elektrizitätsnetze und die Wasserversorgung. Laut Friedrich ist es Aufgabe des Nationalen Abwehrzentrums, „im Grunde alles Wissen, das wir haben, zu bündeln, eine gemeinsame Analyse vorzunehmen. Dieses gemeinsame Wissen stellen wir allen zur Abwehr zur Verfügung: Das heißt sowohl den nationalen Sicherheitsbehörden, aber auch der Wirtschaft, soweit sie das will und abruft.“

Das Nationale Cyber-Abwehrzentrum tauscht Informationen über Schwachstellen in IT-Produkten aus und analysiert IT-Vorfälle, Verwundbarkeiten und Angriffsformen. Mitarbeiter der Bundesämter für Sicherheit in der Informationstechnik, für Verfassungsschutz und für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe haben im Cyber-Abwehrzentrum bereits am 1. April 2011 ihre Arbeit aufgenommen. Nun wirken auch das Bundeskriminalamt, die Bundespolizei, das Zollkriminalamt, der Bundesnachrichtendienst sowie die Bundeswehr als assoziierte Behörden mit.


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