Wirtschaft & Politik

Taktik oder Einsicht: Eon-Chef gibt sich geläutert

Deutschland werde zum Versuchsraum für den beschleunigten Umstieg auf erneuerbare Energien. „Was wir lernen, wollen wir in die Welt tragen.“ Teyssen will zwar an den bereits eingereichten Klagen gegen die Brennelementesteuer festhalten, sagte aber, diese Auseinandersetzung sei künftig nicht mehr Chefsache. „Ich denke, das ist wie ein Verkehrsunfall – ein Fall für die Schadensabteilung.“ Kurzfristig könnte es wegen des sofortigen Abschaltens der sieben ältesten Atomkraftwerke in Deutschland zu einem Gewinnrückgang kommen. In der Tat dürfte der Atomausstieg die Energiekonzerne teuer zu stehen kommen. Einer Studie der Landesbank Baden-Württemberg zufolge, kostet die Abschaltung der Atomkraftwerke die vier Anbieter Eon, RWE, EnBW und Vattenfall rund 22 Milliarden Euro. Eon werde operativ eine Milliarde Euro weniger verdienen, heißt es in der Studie. Auch Teyssen musste zugeben, dass die Prognosen für dieses Jahr nach unten angepasst werden könnten. „Jeder weiß, dass der Ausstieg auch Auswirkungen auf unser Geschäft hat.“ Der Markt rechnet Mitte August, bei der Präsentation der Zahlen für das zweite Quartal, mit einer Absenkung der Ziele für 2011.

(BörseGo)


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