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Der richtige Umgang mit einer Niederlage

Vielleicht haben Sie vorher noch den Tag genossen, sich als glücklicher Mensch geschätzt und dann, ganz plötzlich, trifft Sie die negative Nachricht wie ein Fausthieb ins Gesicht: Kündigung, Krankheit oder eine plötzliche hohe Rechnung. Der Rückschlag wirkt wie ein Fausthieb, der zunächst benommen macht, wie der bei einem Boxkampf. Man taumelt, hat das Gefühl, der Boden tut sich vor einem auf und vielleicht macht der Kreislauf nicht mehr mit. Sie brauchen eine Weile, bis Sie zur Besinnung kommen. Neun Tipps, wie Sie mit einer Niederlage bzw. mit einem Rückschlag umgehen.

  1. Seien Sie achtsam mit sich selbst: Schlimme Botschaften können uns körperlich und seelisch so aus dem Gleichgewicht bringen, dass wir uns zunächst einmal völlig verwirrt fühlen. Kümmern Sie sich erst einmal um sich selbst: Wählen Sie eine Umgebung, die Ihnen gut tut, wie beispielsweise Ihr Zuhause, baden Sie gemütlich oder trinken oder essen Sie, nach was Ihnen gerade gelüstet. Wichtig ist hierbei, dass Sie dafür sorgen, dass Sie sich wieder kräftiger fühlen. Denn: Ihre Kraft wird noch gebraucht.
  2. Keine voreiligen Schlüsse ziehen: Meist hört man eine schlechte Botschaft, wie beispielsweise eine Krankheitsdiagnose oder die eigene Entlassung, und gerät in Panik, ohne sich die Umstände genau anzusehen. Wenn Sie sich wieder kräftiger fühlen, holen Sie sich genaue Informationen über das Thema ein. Wie schlimm ist die Krankheit wirklich, welche Heilungschancen gibt es oder was sind meine Rechte bei einer Entlassung? Machen Sie Ihren persönlichen Rückschlag transparent.
  3. Kommunizieren Sie die Niederlage nur mit ausgewählten Leuten: Nach einem persönlichen Niederlage sofort zum Telefon zu greifen und alle erdenklichen Menschen anzurufen oder gar in Facebook den Rückschlag zu posten, ist nicht ratsam. Vermeiden Sie hierbei das Gießkannenprinzip. Denken Sie nach, wem Sie wirklich vertrauen, wer zu ihnen steht und ihnen gute Ratschläge geben kann – eventuell weil er selbst bereits etwas Ähnliches erlebt hat. Ein weiterer Aspekt, der gegen das Gießkannenprinzip spricht, ist die Tatsache, dass eine schlechte Nachricht bzw. ein Rückschlag für Sie etwas sehr emotional Bewegendes ist, für viele andere nur eine Information, die ihre Neugierde befriedigt.
  4. Hören Sie auf zu grübeln oder sich in Dinge hineinzusteigern: Natürlich denkt man über ein Worse-Case Scenario nach – vermutlich ist das unvermeidbar und nicht wirklich nur negativ. Aber hören Sie auf, sich dieses Worse-Case Scenario unentwegt vorzustellen. Das raubt Ihnen alle positiven Gefühle und Sie fühlen sich schlecht und das überträgt sich auch auf Ihre Mitmenschen, die Ihrer Negativität begegnen müssen. Worse-Case Scenario ja – als eventuelle Möglichkeit – aber vorwiegend ist Positive thinking angebracht.
  5. Beschäftigen Sie sich mit positiven Beispielen aus Ihrer Umgebung: Erinnern Sie sich an andere Menschen aus Ihrem Umfeld, die ähnliches erlebt und denen es heute wieder besser geht. Reden Sie mit Ihnen und machen Sie sich deutlich, wie Sie es geschafft haben, aus Ihrem Rückschlag wieder eine positiveren Richtung in ihrem Leben zu finden.
  6. Mit dem Rückschlag zunächst leben: Der Rückschlag ist da, er hat Sie umgehauen. Aber ändern können Sie die Tatsache nicht. Nehmen Sie als ersten Schritt den Rückschlag so an, wie er ist, nachdem Sie sich genauer informiert haben.
  7. Denken Sie vor allem über den nächsten Schritt nach: Beschäftigen Sie sich nicht vorwiegend mit dem, was in einem oder zwei Jahren sein könnte. Überlegen Sie sich den nächsten Schritt und damit verbunden, dass Sie ihn erfolgreich meistern. Unser Leben baut sich step-by-step auf. Dementsprechend sollten Sie denken und handeln.
  8. Aus eigenem, früheren Rückschlag Erfahrungen sammeln: Gehen Sie ins sich und denken Sie darüber nach, wie Sie mit Rückschlägen in Ihrer Vergangenheit umgegangen sind. Was haben Sie getan, um aus dem dunklen Loch wieder hinauszukommen, und was können Sie davon heute übernehmen?
  9. Lernen Sie aus Ihrer Niederlage: In dem Moment, in denen uns eine Niederlage wieder fährt, wollen wir uns mit dem pädagogischen Effekt („Und lerne etwas daraus“) des Rückschlages nicht befassen. Oft wird uns aber viel später bewusst, dass wir durch eine negative Botschaft vielleicht unser Bewusstsein oder unsere Einstellung zu gewissen Themen geändert haben und wir tatsächlich ein Lerneffekt in dem Ganzen sehen.

Carolin Fischer

Über den Autor Carolin Fischer

Carolin Fischer ist Inhaberin der Agentur Text & PR Fischer. Sie ist spezialisiert auf die Erstellung redaktioneller Inhalte sowie auf die Konzeption und Realisierung von PR-Strategien.

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1Kommentare

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  1. 1 Anna | 25. Juli 2011

    Hallo zusammen,
    toller Artikel! Habe derzeit selbst damit zu kämpfen, dass diverse Sachen einfach nicht so laufen, wie sie sollen.. nunja, manchmal nicht zu ändern.
    Ich bin gerade viel zu dem Thema am googlen und habe unter anderem festgestellt, dass mit emotionaler Intelligenz, bzw. dem Beeinflussen von Gedanken und Emotionen viel erreicht werden kann. Auf http://www.new-perception.de findet man auch einige spannende Infos, die mehr in die emotionale Richtung zielen.

    mfg!