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Soziale Netzwerke kein Thema für Privatanleger

Lediglich 15 Prozent der Privatanleger vertrauen einem Rat zum Thema Geldanlage, den sie über diesen Weg erhalten. Das ermittelte eine repräsentative Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der DZ BANK. Sie verdeutlicht zudem: Trotz des Internets und der zunehmenden Nutzung von Online-Banking bleiben die Tageszeitungen und die Anlageberater der Banken mit weitem Abstand die am häufigsten genutzte Informationsquelle der privaten Investoren. Insgesamt gaben in der Umfrage 72 Prozent der Privatanleger an, sich mit Hilfe von Tageszeitungen über Anlagethemen zu informieren. Das waren zwar etwas weniger als noch vor einem Jahr (April 2010: 75 Prozent). Dennoch sind die Tageszeitungen damit unverändert das führende Informationsmedium für die deutschen Privatanleger. Auf das Know-how der Anlageberater ihrer Bank greifen 71 Prozent der Befragten zurück. Damit hat der persönliche Kontakt zu den Beratern wieder deutlich an Bedeutung gewonnen. Vor zwölf Monaten hatten lediglich 64 Prozent der Befragten erklärt, sie würden ihren Anlageberater zu Rate ziehen.

„Ganz offensichtlich schenken die Anleger ihren Anlageberatern wieder mehr Vertrauen als noch zu Zeiten der Finanzkrise. Dem persönlichen Kontakt zwischen den Beratern und ihren Kunden kommt damit zunehmend wieder die Bedeutung zu, die er über viele Jahre hinweg hatte“, kommentiert Peter Schirmbeck, Leiter Privatkundengeschäft der DZ BANK. „Daran konnte auch die rasante Entwicklung des Web 2.0 nichts ändern.“

Jeder zweite Anleger nutzt lieber die Websites von Banken

Auch das Internet wird für die Privatanleger immer wichtiger. 53 Prozent informieren sich über Onlineangebote von Finanzdienstleistern und Banken. 43 Prozent greifen auf die Websites von Verlagen oder auf andere Nachrichtenseiten zurück. Web 2.0-Dienste wie etwa Facebook oder Twitter sind aber für gerade zehn Prozent der Anleger relevant, um sich über Anlagethemen zu informieren. Dabei zeigen sich die Anleger gegenüber den Web 2.0-Angeboten generell durchaus aufgeschlossen. So bewerten drei Viertel insbesondere den Meinungsaustausch unter Anlegern als großen Vorteil von Social-Media-Kanälen. Etwa die Hälfte findet, dass die Informationen durch die Plattformen transparenter werden oder schätzen den Einfluss, den diese verleihen, etwa um Kritik zu verstärken.


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