Wirtschaft & Politik

Studie: Deutschland stehen goldene Zeiten bevor

Die Analyse, aus der das Handelsblatt zitiert, zeigt, dass Deutschland besser für die kommenden zehn Jahre gerüstet ist als die anderen alten Industriestaaten. „Die weltweite Nachfrage nach Investitionsgütern in den kommenden zehn Jahren bleibt hoch“, sagt Prognos-Ökonom Kai Gramke. „Hier ist Deutschland mit seiner industriellen Substanz und Qualifikation sehr gut positioniert.“

Die industrielle Basis in Deutschland sei stärker als bei allen seinen Konkurrenten. Sie mache 16 Prozent an der gesamten Wertschöpfung aus – gegenüber nur zehn bis zwölf Prozent in den USA, Großbritannien und Frankreich. Im Gegensatz dazu sei die sich nach der Krise im Umbruch befindende Finanzbranche in Deutschland mit nur fünf Prozent Anteil relativ schwach vertreten. Diese strukturellen Unterschiede sind laut der Studie ein Teil der Erklärung dafür, dass Deutschland nach der Weltwirtschaftskrise schneller als andere Länder wieder auf die Beine gekommen ist.

Mit Wachstumsraten von 3,6 Prozent in 2010 und wohl wieder rund dreieinhalb Prozent in 2011 sei Deutschland die konjunkturelle Lokomotive Europas und wachse sogar stärker als die USA, heißt es weiter. Damit erlebt die deutsche Wirtschaft ihre stärkste Wachstumsphase seit der Wiedervereinigung. „Der industrielle Kern der deutschen Wirtschaft ist höchst innovativ und produktiv“, sagt Hanno Brandes, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Management Engineers, die die Studie in Auftrag gegeben hat.


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