Personal

Jobsuchende wollen mehr Transparenz beim Gehalt

„Unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellungen“ – Damit wird in Stellenanzeigen oftmals zunächst der Bewerber gefordert seine Vorstellung preiszugeben. Für den Kandidaten ist das meist gar nicht so einfach. Einerseits will er sich im neuen Job finanziell verbessern, andererseits möchte er nicht zu hoch pokern. So sieht das Ergebnis der Umfrage aus:

Sollten Arbeitgeber das Gehalt der ausgeschriebenen Stelle in der Anzeige veröffentlichen?

  • Ja. Das würde vieles transparenter machen und die Gehaltsverhandlungen erleichtern. 91% (530)
  • Nein. Gehalt gehört nicht in die Öffentlichkeit. 9% (53)

Gerade für Berufseinsteiger kann das Thema Gehalt im Bewerbungsgespräch eine Hürde sein. In der Regel hat der Arbeitgeber eine sehr genaue Vorstellung, wie hoch seine Positionen vergütet werden. Die Frage nach der Gehaltsvorstellung dient auch dazu, die Selbsteinschätzung des Bewerbers zu überprüfen. „Bewerber sollten sich gut informieren, bevor sie in ihrer Bewerbung eine Gehaltsvorstellung angeben oder im Gespräch in Gehaltsverhandlungen treten“, sagt Karriereexpertin Svenja Hofert. „Um einen ersten Überblick zu bekommen, kann man sich Tarifverträge und Gehaltstabellen ansehen. Aber auch Gespräche mit Freunden und Bekannten in der gleichen Branche können bei der Einschätzung helfen.“ Ein Blick ins Nachbarland zeigt, dass es auch anders geht. In Österreich beispielsweise muss seit März dieses Jahres in Stellenanzeigen auch ein Gehalt angegeben werden. Bisher setzen noch nicht alle Unternehmen diese gesetzliche Regelung um, doch ab Januar 2012 drohen Geldstrafen, wenn eine Gehaltsangabe in der Stellenausschreibung fehlt.


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