E-Business

Google führt neuen Such-Algorithmus "Panda" ein

Nach ersten Untersuchungen von SUMO gehören Websites wie www.ciao.de, www.dooyoo.de und www.preisroboter.de zu den Verlierern.

Nach USA und UK rollt Google das Panda-Update jetzt auch für die deutsche Suche aus. Wichtigstes Merkmal ist, dass Google durch die Herabstufung bestimmter Arten von Websites die Qualität der Suchergebnisse verbessern will. Das sind zum einen Content-Farmen, also Webangebote mit redaktionellem Charakter, der insbesondere für ein gutes Ranking in Suchdiensten sorgen soll. Der massenhaft veröffentlichte Content ist für den Besucher meist wenig nützlich und oberflächlich. Die von den Besuchern produzierten Klicks auf Werbeanzeigen bringen den Betreibern jedoch gute Einnahmen. Zum anderen zielt Google auf Portale ab, die ausschließlich Inhalte anderer Seiten aggregieren. Dazu zählen beispielsweise Personensuchmaschinen und Meta-Jobbörsen. Beide Arten von Websites sind in den letzten Jahren für Google zu einem Problem geworden, weil sie die Suchergebnisse überflutet haben.

Gewinner und Verlierer des Google „Panda“-Updates

In einer ersten Untersuchung wurden folgende Gewinner und Verlierer des Updates identifiziert: Erkennbar gewonnen hat keine der beobachteten Domains. Neben den Vergleichsportalen www.ciao.de und www.dooyoo.de haben Seiten wie www.misterinfo.com, www.shopzilla.de und www.suite101.de ihr Ranking deutlich verschlechtert. Auch Personensuchmaschinen wie www.123people.de und www.yasni.de schneiden schlechter ab als bisher. Auffällig ist aber auch, dass Domains wie www.idealo.de, www.guenstiger.de und www.billiger.de offenbar nicht verloren haben.

„Für Betreiber klassischer Unternehmensauftritte wird das Update eher eine Verbesserung bringen“, gibt SUMO-Geschäftsführer Christian Mauer Entwarnung. „Auch Online-Shops brauchen keine Angst vor dem Update zu haben“, fügt er hinzu. Eng wird es allerdings für Websites, die Content ausschließlich deshalb veröffentlichen, um in den Suchergebnissen mit ihrem Angebot oben zu stehen. Solchen Seiten würde jetzt die Geschäftsgrundlage entzogen. „Zusammengeklaubte Inhalte funktionieren nicht mehr. Die Betreiber haben mit diesem Modell in der Vergangenheit mitunter gut verdient. Aber das scheint jetzt vorbei“, resümiert Mauer.

Das Panda-Update (ursprünglich Farmer-Update genannt, jedoch später nach dem Namen eines verantwortlichen Entwicklers bei Google getauft) wurde zunächst Ende Februar für Google.com ausgerollt. Dort sackten Portale wie www.wisegeek.com, www.ezinearticles.com, www.doityourself.com, www.business.com deutlich ab. Welche Auswirkungen das Update für einzelne Seiten im Detail hat, sollten deutsche Webmaster in einigen Tagen prüfen, zum Beispiel über den Sistrix Sichtbarkeitsindex .

Google hat das Panda-Update für alle Sprachen eingeführt, mit Ausnahme von Chinesisch, Japanisch und Koreanisch.


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