Personal

Deutscher Arbeitsmarkt noch im Aufwind

Die Zahl der Arbeitslosen ist jetzt bereits seit 26 Monaten in Folge rückläufig. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat sank sie um 238 Tsd. Personen. Die Beschäftigungsdynamik ist weiterhin deutlich höher, als die Entwicklung der Arbeitslosigkeit vermuten ließe. Im Juli – die Erwerbstätigenzahlen kommen immer mit einem Monat Verzögerung – stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 19 Tsd. gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Juli 2010 ergab sich ein Zuwachs um 527 Tsd. Weiterhin hoch ist die Zahl der offenen Stellen. Saisonbereinigt stieg sie im August um 5 Tsd auf 469 Tsd. Kurzarbeit spielt derzeit keine große Rolle. Im Juni waren hiervon nur noch 78 Tsd. Erwerbstätige betroffen.

Der Aufwärtstrend am deutschen Arbeitsmarkt ist damit weiterhin intakt, obwohl sich die konjunkturelle Dynamik seit dem Frühjahr deutlich abgeschwächt hat. Allerdings ist es nicht verwunderlich, dass der Arbeitsmarkt darauf noch nicht reagiert, da er der Wirtschaftsentwicklung üblicherweise mit etlichen Monaten Verzögerung folgt. Mit dem von uns erwarteten schwachen Wachstum in den kommenden Quartalen sind die Aussichten für den deutschen Arbeitsmarkt nun aber nicht mehr so eindeutig positiv, wie sie sich noch vor wenigen Monaten darstellten. Eine etwas längere Schwächephase dürfte durchaus ihre Spuren hinterlassen. Wir rechnen damit, dass die Zahl der Arbeitslosen in den kommenden Monaten zwar noch leicht fällt, im Jahre 2012 aber weitgehend stagniert. Das Risiko eines deutlichen Rückschlages halten wir aber für begrenzt. Die hohe Zahl offener Stellen und der Fachkräftebedarf vieler Unternehmen bilden für die nähere Zukunft ein Gegengewicht zu der erwarteten konjunkturellen Schwächephase.

(BörseGo/Postbank)


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