E-Business

Die Zukunft der Unterhaltungselektronik ist vernetzt

Diese hat der Hightech-Verbands BITKOM und des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte. Die Produkte sollten zudem bedienungsfreundlich und ressourcenschonend sein, darauf legen die deutschen Verbraucher besonderen Wert. Ein weiterer aktueller Trend im CE-Markt sind Apps. Sie stehen für ein zukunftsweisendes Bedienungskonzept, das im Sinne einer einfachen Benutzung erkennbaren Mehrwert bietet.

„Der Markt für Consumer Electronics ist ausgesprochen dynamisch – und erfährt derzeit einen Paradigmenwechsel. Digitalisierung und Konnektivität verändern Geräte tiefgreifend. Vor allem Apps haben dazu geführt, dass sich neue Funktionalitäten auf den Endgeräten etablieren und sich daraus neue Geschäftsmodelle entwickeln“, sagte Klaus Böhm, Director Media bei Deloitte.

Michael Schidlack, CE-Experte des BITKOM, sagte: „Die Karten im CE-Markt werden gerade neu gemischt: Analoge Geräte spielen künftig nur noch in Nischenmärkten eine Rolle, die Digitalisierung ist fast abgeschlossen. Die Zukunft der Unterhaltungselektronik liegt in der Vernetzung mit IT, Telekommunikation und Internetdiensten.“

Hier die wichtigsten Ergebnisse der Studie im Überblick:

Connected Products mit besten Aussichten

Als Hoffnungsträger im CE-Segment gelten vor allem innovative TV-Geräte, Audio-Heimsysteme und Set-Top-Boxen. Sie alle sind Teil eines umfassend vernetzten Multimedia-Entertainments. Nach Expertenmeinung werden diese „Connectables“ künftig 85 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen. So werden bis Ende 2012 insgesamt über 10 Millionen internetfähige TV-Geräte verkauft worden sein, jeder vierte Haushalt besitzt dann ein solches Gerät. Ein weiterer Hoffnungsträger sind Blu-ray-Player: Für 2011 wird mit einem Absatz von etwa 1,7 Millionen Geräten gerechnet, eine Steigerung von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch Tablets und Smartphones erleben einen Absatzboom. Letztere werden durch entsprechende Apps zunehmend zur Fernbedienung für CE-Geräte. Der Absatz von E-Books steigt, der Markt ist allerdings noch recht klein.

Markt leidet unter starkem Preiskampf bei Flachbildfernsehern

Der CE-Markt leidet in diesem Jahr unter dem starken Preiswettbewerb bei Flachbildfernsehern, dem mit Abstand größten Segment der Branche. Der Durchschnittspreis fällt innerhalb eines Jahres um fast 10 Prozent auf 609 Euro. Zwar steigt der Absatz um fast 4 Prozent auf über 9,4 Millionen verkaufte Geräte, der Umsatz aber geht um über 6 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro zurück. Diesen Rückgang können die steigenden Umsätze beispielsweise bei Blu-ray-Playern, Home-Cinema-Systemen und E-Readern nicht wettmachen. Insgesamt wird 2011 der Umsatz der CE-Branche (ohne die Produkte der Informations- und Telekommunikationstechnik) bei rund 12,3 Mrd. Euro liegen, ein Rückgang von gut 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Verbraucher achten auch auf Nachhaltigkeit

Beim CE-Kauf legen Verbraucher besonderen Wert auf Bedienungs-freundlichkeit, Stromverbrauch und allgemeine Umwelteigenschaften. Bei TV-Geräten kommen Bildschirmgröße, HD-TV-Fähigkeit, Internetanschluss und Speicherkartenslots hinzu. Vor allem die Internetfähigkeit wird wichtiger. Für jeden zweiten Verbraucher ist ein Internet-Anschluss mittlerweile ein kaufentscheidender Aspekt.


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