Wirtschaft & Politik

Die Auguren werden kritischer: Auch IW Köln senkt Konjunkturprognosen

Für 2011 rechnen die Wirtschaftswissenschaftler noch mit drei Prozent (Frühjahr: 3,5 Prozent) und für 2012 mit 1,25 Prozent (zuvor: 2,25 Prozent) an Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt(BIP). In der korrigierten Prognose spiegelt sich aber immer noch rheinischer Frohmut. Andere Institute sind, was die Entwicklung in 2012 angeht, längst nicht so zuversichtlich wie das IW Köln. Der Konsens liegt in der Bandbreite zwischen 0,8 und 1,2 Prozent. Nur die drei Prozent für dieses Jahr gelten übergreifend noch als gesichert. „Die Unsicherheit ist höher als gewöhnlich“, sagte IW-Direktor Michael Hüther am Montag. Dies mache auch die Prognosen schwierig. Die Verunsicherung an den Finanzmärkten werfe aber „zunehmend Schatten auf Export, Investitionen und Konsum“. Es sei aber noch unklar, wie sich die Probleme auf die Unternehmen und die privaten Haushalte auswirkten, so Hüther weiter. Auch eine Rezession in Deutschland für 2012 sei nicht völlig aus der Welt gegriffen. Bei den Arbeitslosen rechnet das IW mit einem weiteren Rückgang auf durchschnittlich 2,8 Millionen im kommenden Jahr. Die Inflationsrate in Deutschland soll nach Analyse der Forscher 2,25 Prozent in 2011 und 2,0 Prozent in 2012 betragen.

(BörseGo)


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