Wirtschaft & Politik

Dienstleistungssektor im September leicht geschrumpft

Den Angaben zufolge sank der Index binnen Monatsfrist um 1,4 auf 49,7 Punkte und steht damit erstmals seit Juli 2009 wieder unter der neutralen Wachstumsmarke von 50 Zählern. Experten hatten zuvor mit einem besseren Wert von 50,3 Punkten gerechnet. In Kombination mit der Industrie kennzeichne der finale Composite Index Produktion die niedrigste Wachstumsrate der deutschen Privatwirtschaft seit Beginn des Aufschwungs vor 26 Monaten, betonte Markit. Hauptursache für den schlechten Geschäftsverlauf der Dienstleister sei der zweite Auftragsrückgang in Folge, der noch dazu so gravierend ausfiel wie seit Juli 2009 nicht mehr. Die unsicheren Konjunkturperspektiven hätten die Investitionsbereitschaft der Kunden gelähmt, hieß es. „Infolge der verbreiteten Abkühlung hat die Wirtschaftsleistung in Deutschland im September kaum noch zugelegt. Der gedämpfte Auftragseingang sowohl in der Industrie als auch im Servicesektor deutet überdies auf keine großartige Belebung im Schlussquartal 2011 hin“, kommentierte Tim Moore, Ökonom bei Markit, die finalen Indizes.

In der Eurozone fiel der Gesamtindex von 50,7 im Vormonat auf 49,1 Punkte, wie Markit weiter bekannt gab. Damit wurde die Erstschätzung um 0,1 Punkte nach unten korrigiert. Der Gesamtindex liegt erstmals seit Juli 2009 unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. In Spanien und Italien schrumpfte die Privatwirtschaft jeweils den vierten Monat in Folge und in beiden Fällen so kräftig wie zuletzt im Juli 2009. Die Schwäche hat auch Frankreich erwischt, wo die Wirtschaftsleistung weitgehend stagnierte.

(BörseGo)


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