Wirtschaft & Politik

Europas Bankenaufseher ignorieren nicht weiter eine mögliche Staatspleite

Laut einem Bericht der „Financial Times“ wird die EBA dabei die aktuellen Marktwerte von Staatsanleihen zugrunde legen und so einen Schuldenschnitt simulieren. Als Ergebnis könnte laut dem Bericht herauskommen, dass die gesamte Branche 200 Milliarden Euro frisches Kapital braucht. Die EBA wolle bei ihrem laufenden Krisentreffen die Folgen von Umschuldungen in großem Ausmaß prüfen, hieß es. Die Aufseher sollen für jedes einzelne Land den Kapitalbedarf der Banken im Falle einer Umschuldung Griechenlands ermitteln.

Auch die Regierungen der Euro-Zone bereiten bereits Kapitalspritzen vor, um die Banken für den Fall einer Staatspleite zu rüsten. Die EU-Finanzminister hatten bereits auf ihrem Treffen am Dienstag darüber gesprochen, Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte am Mittwoch, die Bundesregierung stehe zur Rekapitalisierung der Banken bereit.

Erst im Juli hatte die europäische Bankenaufsicht in einem „Stresstest“ die Banken auf ihre Eigenkapitalausstattung hin überprüft. Dabei waren acht Banken durchgefallen, weitere 16 bestanden nur knapp und wurden verpflichtet, ihr Eigenkapital zu stärken. Die Pleite eines Euro-Staats wurde bei dem Test nicht als offizielles Szenario durchgespielt.

(BörseGo)


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