Personal

Deutsche halten Arbeitsmarkt für ungerecht

Dies ist das Ergebnis einer aktuellen infas-Umfrage der Bertelsmann Stiftung. 96 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass Wochenend- und Nachtarbeit besser bezahlt werden müssten. Die Mehrheit, nämlich 87 Prozent, fordern gleichen Lohn für Frauen und Männer. 82 Prozent sind für gleiche Arbeit und gleichen Lohn bei Leiharbeitern und Stammbelegschaften. 77 Prozent finden, dass „Denkarbeit“ nicht besser bezahlt werden sollte als „Handarbeit“. 74 Prozent ist ein gutes Betriebsklima wichtiger als eine leistungsgerechte Bezahlung (35 Prozent). Ein sicherer Arbeitsplatz ist 11 Prozent wichtiger als die Vereinbarkeit von Familie und Beruf (8 Prozent). 69 Prozent der Befragten geben an, dass ein Gehalt ausreichen sollte, um eine Familie zu ernähren.

75 Prozent der Deutschen finden den Arbeitsmarkt unsicher. Sie plädieren für die Koppelung der Leistungen der Arbeitslosenversicherung an die Länge der Beitragsjahre. Eine breite Zustimmung findet die bestehende hälftige Aufteilung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung durch Arbeitgeber und -nehmer. „Die erfolgreiche Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik der vergangenen Jahre hat zu einem erheblichen Rückgang der Arbeitslosigkeit geführt“, sagte Aart De Geus, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, bei der Vorstellung der Umfrage. „Vorrangiges Ziel muss es nun sein, das hohe Maß an Erwerbsintegration gerechter zu gestalten und vor allem die Aufstiegschancen zu verbessern.“


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