E-Business

Bis zum Jahr 2020 soll jede vierte IT-Stelle mit einer Frau besetzt sein

So lautet das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage zur Personalplanung im Auftrag des BITKOM unter 700 Unternehmen in der ITK-Branche. Dabei wurde unter anderem gefragt, wie hoch der Frauenanteil in bestimmten Positionen aktuell ist und wie er sich in den kommenden acht Jahren entwickeln soll. „Die Ziele der ITK-Branche zur Steigerung des Frauenanteils sind ebenso mutig wie ermutigend“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf im Vorfeld des Nationalen IT-Gipfels. „Die Unternehmen haben erkannt, dass weibliche Fach- und Führungskräfte für einen dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg dringend gebraucht werden.“

Die aktuelle Situation in den Unternehmen zeigt aber auch, dass die diskutierte Frauenquote von 30 Prozent für den Hightech-Sektor nicht zu realisieren wäre. Beträgt der Anteil von Frauen im Top-Management derzeit knapp 3 Prozent, soll er bis 2020 auf knapp 17 Prozent steigen. Im Mittelmanagement fällt der Anstieg von derzeit 4,4 Prozent auf geplant 15 Prozent moderater aus. „Hohe Quoten lassen sich nicht über Nacht umsetzen“, sagte Kempf. „Dafür bedarf es einer mittel- und langfristigen Entwicklung von Führungspersönlichkeiten.“ Das gleiche gelte für Positionen im Bereich von Fachkräften. Hier planen die Unternehmen einen Anstieg von aktuell 15 Prozent auf 25 Prozent im Jahr 2020. Angesichts eines Frauenanteils von knapp 20 Prozent im Studienbereich Informatik und einer Quote von weniger als 10 Prozent bei den IT-Azubis suchen Unternehmen schon heute oft vergeblich nach weiblichen Absolventen. Laut Umfrage geben gut zwei Drittel (68 Prozent) der Befragten an, dass es eine zu geringe Zahl an weiblichen Bewerbern gibt.

Nach den Ergebnissen der Umfrage verfolgen viele Unternehmen mit ihrer gendergerechten Personalpolitik wirtschaftliche Ziele. Ein Viertel nennt die Gewinnung und Bindung von Personal als Grund, mehr Frauen einstellen zu wollen. Ebenfalls jedes vierte befragte Unternehmen verspricht sich von einem höheren Frauenanteil effizientere Teams und eine höhere Kundenzufriedenheit.


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